So, 19. November 2017

Schwerer Raub

21.02.2013 21:42

Nach Überfall auf Bordell-Manager: Sechs Jahre Haft

Im fortgesetzten Prozess am Salzburger Landesgericht gegen zwei Kosovaren wegen eines bewaffneten Raubüberfalls auf einen Bordell-Manager und dessen Lebensgefährtin ist der 33-jährige Erstangeklagte, der ein Geständnis abgelegt hatte, am Donnerstag wegen schweren Raubes zu einer unbedingten Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Das Urteil des Schöffensenats ist nicht rechtskräftig: Der Angeklagte nahm das Urteil zwar an, der Staatsanwalt gab aber keine Erklärung ab.

Das Gericht entschied zudem, dass der 33-Jährige das erbeutete Bargeld in Höhe von 28.500 Euro zurückzahlen und den beiden Opfern des Überfalls in Salzburg jeweils 1.000 Euro Teilschmerzensgeld übermitteln muss. Der Schöffensenat ging davon aus, dass der Kosovare den Bordell-Manager mit einer echten Waffe und nicht mit einer Spielzeugpistole, wie der Beschuldigte angab, bedroht hatte.

Laut Anklage hatten der Mann und sein 36-jähriger Komplize, der eine Mittäterschaft eingestand, am 27. April 2012 die Terrassentür des Geschäftsmannes mit einem Brecheisen aufgebrochen. Im Wohnraum bedrohten die maskierten Täter dann den damals 53-Jährigen und seine 25-jährige Lebensgefährtin. Sie forderten Geld, Gold und Kokain.

Spielschulden als Tatmotiv
Der 33-Jährige habe dem Geschäftsmann dabei eine Faustfeuerwaffe an die Schläfe gehalten und ihm mehrfach Schläge versetzt, erklärte Staatsanwalt Andreas Winkler. Der Komplize soll die Frau gewürgt und mit dem 70 Zentimeter langen Brecheisen und einem Messer bedroht haben. Nachdem sie das geforderte Geld erhalten hatten, machten sich die Männer aus dem Staub. Als Motiv für die Tat gaben sie Spielschulden an.

Ein Dritter im Bunde, ein 57-jähriger Landsmann, soll als Tippgeber und Chauffeur aufgetreten sein, was aber alle drei Beschuldigten im Prozess bestritten. Der bereits Enthaftete war nicht zur Verhandlung erschienen. Laut seinem Verteidiger wird er nach einem Autounfall in Tschechien derzeit in einem Spital behandelt. Das Verfahren gegen den 57-Jährigen werde deshalb ausgeschieden, erklärte die Vorsitzende des Schöffensenates, Richterin Daniela Segmüller.

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