Mi, 22. November 2017

„Krone“-Interview

23.02.2013 17:00

Popstar Dido über das neue Album und ihr Familienglück

Die britische Topsellerin Dido hat sich in den letzten Jahren ziemlich rar gemacht. Geschuldet ist das vor allem ihrem neu gewonnenen Familienglück. Durch die Hochzeit mit Rohan Gavin und der Geburt ihres Sohnes Stanley zog sich die 41-Jährige völlig aus dem Musikgeschäft zurück. Mit ihrem Studioalbum "Girl Who Got Away" feiert Dido nun aber ein beeindruckendes Comeback. Im "Krone"-Interview spricht sie über ihre Auszeit, Unsicherheiten und den Respekt vor arbeitenden Müttern.

Es klang nicht so, als wäre die britische Samtstimme Dido seit mittlerweile viereinhalb Jahren nicht mehr aufgetreten. Bei gedämpftem Licht, Gratis-Häppchen und kuscheliger Wohnzimmeratmosphäre zelebrierte die 41-Jährige im Londoner Arts Club in Mayfair keineswegs sich selbst, sondern vielmehr ihre verstärkte Selbstsicherheit und neue Songs. Nur etwa 100 geladene Gäste durften dem intimen Spektakel beiwohnen, doch mit dem feinen "No Freedom" und dem sanften "End Of Night" begeisterte Dido auf allen Linien. Das nur 4-Song-starke Akustik-Set wurde noch mit den Klassikern "Thank You" und "White Flag" abgerundet, der Applaus der anwesenden Gäste war ehrlich und demütig.

Schluss mit den Selbstzweifeln
Der Grund für die knapp fünfjährige Abwesenheit der britischen Pop-Diva war ein ganz alltäglicher – die Geburt ihres Sohnes Stanley, durch den Florian Cloud de Bounevialle Armstrong (so Dido's bürgerlicher Name) auf das Karrierebremspedal getreten ist. "Nach der Geburt von Stanley sah ich die Welt plötzlich mit neuen Augen", erklärt Dido erfreut im "Krone"-Interview, "jeder Moment ist so aufregend und schön, als ob du neu beginnen würdest. Die Geburt eines Kindes nimmt dir so viele sinnlose Selbstzweifel. Das ist sehr befreiend."

Es liegt auf der Hand, die Künstlerin zu fragen, ob der Name ihres Sohnes dem einstigen Erfolgshit "Stan" entnommen ist, mit dem Dido und Eminem einst die Charts aufmischten: "Nein, ich habe ihn vielmehr trotzdem so getauft", lacht die sympathische Sängerin, "es ist der Lieblingsvorname meines Mannes und er meinte nur, dass das schon keinem auffallen wird. Ich glaubte ihm anfangs, habe mich aber schwer getäuscht."

Überbordende Kreativität
Dabei war sie noch kurz vor der Schwangerschaft schwer aktiv: "Ich habe nach meinem Album ,Safe Trip Home' aus dem Jahr 2008 ungefähr 30 Songs geschrieben. Die sind natürlich nicht alle auf ,Girl Who Got Away' zu hören, aber ich hatte mich wirklich sofort ins Studio gesetzt. Dann habe ich geheiratet, bin schwanger geworden und habe wirklich eine Zeit lang absolut nichts gemacht."

Das neu gewonnene Familienglück ist auch zwei Jahre nach der Geburt noch essenziell für Dido: "Ich habe ja das Glück, dass ich meinen Beruf neben Stanley zuhause ausüben kann. Die Verbindung von Privat- und Berufsleben ist schwieriger als ich dachte. Ich respektiere wirklich jede einzelne Mutter auf diesem Planeten, die auch noch einem Job nachgeht".

Den Sohnemann im Gepäck
Beruflich wieder voll durchstarten wäre nach knapp 40 Millionen verkauften Alben eigentlich gar nicht mehr nötig, doch für die folgenden Touren zum neuen Album "Girl Who Got Away" wird der Sohnemann einfach eingepackt: "Er ist sehr offen für neue Orte und freut sich immer, wenn wir unterwegs sind", sagt Dido mit leuchtenden Augen, setzt aber gleichzeitig Prioritäten, "Stanley steht immer an erster Stelle. Da gibt es keinen Zweifel".

Womit Dido auch nach vielen Jahren im Musikgeschäft noch immer kämpfen muss, ist ihre Unsicherheit vor Auftritten: "Früher war ich ängstlich, jetzt bin ich nur mehr nervös. Im Vorfeld eines Auftritts ist es besonders schlimm, doch sobald ich auf der Bühne stehe und zu singen beginne, ist für mich alles okay. Es ist für mich wesentlich leichter, mich durch die Musik auszudrücken, als zu sprechen".

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