Fr, 24. November 2017

Kommt die „iWatch“?

11.02.2013 09:43

US-Medien: Apple arbeitet intensiv an einer Smartwatch

Apple arbeitet laut US-Medienberichten an einer Computer-Uhr, die einige Funktionen eines Smartphones übernehmen könnte. Der iPhone-Anbieter habe ein solches Gerät bereits mit seinem Produktionspartner Foxconn besprochen, heißt es im "Wall Street Journal". Apple experimentiere mit verschiedenen Design-Varianten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Nach Informationen der "New York Times" schwebt Apple eine Smartwatch mit einer Oberfläche aus gebogenem Glas vor. Sie soll wie das iPhone mit dem Betriebssystem iOS laufen. Nähere Details gab es nicht.

Die Quellen der beiden Zeitungen sind gewöhnlich sehr gut. Allerdings ist Apple auch dafür bekannt, viele Prototypen und Design-Studien zu testen, die nicht auf den Markt kommen. So enthüllte zum Beispiel der Patentstreit mit Samsung, dass es viele verschiedene iPhone-Studien gegeben hatte. Deshalb müssen auch korrekte Informationen über Tests nicht unbedingt bedeuten, dass ein solches Gerät tatsächlich erscheint. Das kleinere iPad, über das viel spekuliert wurde, ist inzwischen zur Realität geworden. Gerüchte über einen Apple-Fernseher oder ein günstigeres iPhone-Modell haben sich aber bisher nicht bestätigt.

Smartwatch-Modelle anderer Hersteller bereits auf dem Markt
Andere Anbieter verkaufen bereits Uhren, die sich mit dem Smartphone verbinden können. So hat Sony eine Smartwatch im Angebot, die auf Anrufe oder Nachrichten aufmerksam machen kann. Eine ähnliche Idee steckt auch hinter der italienischen "i'm Watch". Weitere Geräte wie das US-Projekt "Pebble" sind auf dem Weg. Google will einen noch radikaleren Weg mit der Computerbrille Google Glass (siehe Infobox) einschlagen, die Informationen direkt vor das Auge des Nutzers einblendet. Mitgründer Sergey Brin ist als Verfechter des Projekts bekannt.

Nachdem Smartphones die Computer-Nutzung unterwegs etabliert haben, gilt als nächster Schritt die Auslagerung einzelner Funktionen an noch kleinere Geräte. Unter anderem gibt es immer mehr Fitness-Utensilien, die in Verbindung mit dem Smartphone zurückgelegte Entfernungen, verbrauchte Kalorien oder Schlafzeiten messen.

Gerüchteküche zur "iWatch" brodelt schon länger
In diesem Umfeld wurde eine Computer-Uhr von Apple schon länger für möglich gehalten. Erste Berichte, dass Apple ein solches Gerät entwickelt, gab es Ende vergangenen Jahres (siehe Infobox) in China. Damals wurde auch Intel als Partner genannt.

Die "New York Times" verweist in ihrem Bericht auch auf jüngste technologische Fortschritte auf dem Weg zu am Körper getragenen Computern. So habe die US-Firma Corning, deren Gläser zum Beispiel in den iPhone-Touchscreens zum Einsatz kommen, biegsames Glas entwickelt. Es sei möglich, das Material mit dem Namen Willow Glass auch um ein Handgelenk zu biegen, sagte Cornings Technologie-Chef Pete Bocko der Zeitung.

Analyst Gene Munster von der Investmentbank Piper Jaffray schrieb jüngst, er glaube, dass Geräte wie Armbanduhren und Brillen künftig Telefonate, Suchmaschinenanfragen oder Navigationsaufgaben übernehmen können. "Diese Produkte werden wahrscheinlich günstiger sein als ein iPhone und könnten Apples beste Antwort für Schwellenländer sein."

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