Di, 24. Oktober 2017

Viel Lärm um nichts

07.02.2013 11:06

Hirscher von Wirbel um Facebook-Eintrag überrascht

Marcel Hirscher hat sich überrascht darüber gezeigt, was sein Eintrag auf Facebook nach dem WM-Super-G am Mittwoch in Schladming ausgelöst hatte. "Ich bin Racer und würde am liebsten jedes Rennen fahren, vor allem wenn der Kurs so anspruchsvoll ist wie dieser. Ich habe nicht damit gerechnet, dass in mein Posting so viel hinein interpretiert wird", sagte Hirscher am Donnerstag.

Hirscher hatte nach dem WM-Super-G auf Facebook gepostet: "Gratuliere, Ted! Diesen Lauf wäre ich auch gerne gefahren. Sensationell, Mann!"

Herren-Chefcoach Mathias Berthold zeigte sich von diesem Statement seines Aushängeschilds "ein bisschen überrascht". Die Leistung des technisch starken Ligety im Super-G in Schladming hat Diskussionen entfacht, ob Österreich am Mittwoch nicht auf Hirscher setzen hätte sollen. Berthold meinte dazu: "Wir haben das Thema mit Marcel zu Saisonbeginn natürlich besprochen. Sein Fokus wurde aber ganz deutlich auf die technischen Disziplinen gelegt. Dieser Super-G wäre Marcel natürlich ganz gut gelegen, wenn er das Super-G-Thema mehr verfolgt hätte."

Lobende Worte fürs Super-G-WM-Team
Für seine Kollegen, die den Super-G bestritten, fand Hirscher lobende Worte: "Hannes, Matthias, Romed und Georg – alle vier ÖSV-Starter - haben sehr gute Leistungen erbracht. Ich glaube, Hannes hätte mit nur einem Fehler weniger eine Medaille um den Hals – die er sich am Samstag holen wird! Und Matthias ist ebenfalls am Podest nur knapp vorbeigeschrammt. Ich versteh die Enttäuschung, dass Österreich noch keine Medaille hat. Doch die Platzierungen vier, fünf, acht und zehn sind eine tolle Teamleistung. Also meine Teamkollegen haben Top-Leistungen erbracht."

Keine Teilnahme an der Super-Kombi
Hirscher hatte sich am Mittwochabend dazu entschlossen, nicht an der WM-Super-Kombination in Schladming teilzunehmen. Nach einem Gespräch mit seinem Trainer-Papa Ferdinand, Slalom-Coach Michael Pircher und Servicemann Edi Unterberger informierte der 23-jährige Salzburger Berthold von seiner Entscheidung.

Hirschers voller Fokus gilt damit wie erwartet den technischen Disziplinen Riesentorlauf (15. Februar) und Slalom (17. Februar). Um in der Super-Kombi an den Start gehen zu können, hätte Hirscher an den am Donnerstag beginnenden Abfahrtstrainings teilnehmen müssen.

Hirschers Facebook-Posting hat übrigens auch bei den ÖSV-Teamkollegen für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. "Unnötig, das hätte er sich sparen können", bezog Kröll am Donnerstag nach dem ersten Abfahrtstraining in Schladming deutlich Position. "Welches Posting?", fragte Romed Baumann schelmisch. Hannes Reichelt vertrat die Meinung, dass Hirscher aufgrund seiner hohen Startnummer ohnehin chancenlos gewesen wäre. Hirscher scheint nämlich in der für die Startnummern ausschlaggebenden Super-G-Weltrangliste nur an Position 44 auf.

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