Sa, 18. November 2017

Gegen Tierversuche

07.02.2013 13:04

„Vier Pfoten“ übergaben Petition an EU-Kommissar

Die internationale Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hat vor Kurzem, gemeinsam mit anderen großen Tierschutzorganisationen, EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg in Brüssel getroffen und ein endgültiges Verkaufsverbot von an Tieren getesteten Kosmetikprodukten innerhalb Europas gefordert. Die Tierschützer übergaben Borg eine Petition gegen Tierversuche für Kosmetika mit über 100.000 Unterschriften. Die Petition ist ein wesentlicher Bestandteil der "Vier Pfoten"-Kampagne "Abschiedskuss für Tierversuchskosmetik 2013".

Nach dem Treffen mit dem EU- Kommissar soll nun am 11. März das seit über zehn Jahren versprochene Verkaufsverbot von Tierversuchskosmetik in Kraft treten. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Treffen mit Tonio Borg", betonte Marie-Claire Macintosh, Versuchstier-Expertin von "Vier Pfoten". "Das sind sehr erfreuliche Nachrichten, denn das Verbot stellt einen großen Schritt in Richtung auf ein weltweites Ende von Tierversuchen für Kosmetika dar. Es sind nur noch wenige Wochen bis zu dieser historischen Frist, die Tierleid für Kosmetikprodukte verhindert."

"Das Verbot sollte im März 2013 in Kraft treten", sagte Tonio Borg während des Treffens. "Ich habe deshalb nicht vor, eine Verschiebung des Verbots oder Ausnahmeregelungen zu beantragen." Die Frist bis zum 11. März 2013 bildet die finale Phase eines lang ersehnten vollständigen Verbots. Tierversuche für Kosmetik sind in der EU seit März 2009 verboten. Trotzdem werden weiterhin viele Kosmetik-Inhaltsstoffe außerhalb der EU an Tieren getestet und zum Verkauf wieder eingeführt.

Eine Verschiebung könnte theoretisch mit Zweifeln an der rechtzeitigen Einführung von alternativen Testmethoden begründet werden. In vielen Ländern außerhalb der EU gibt es kaum Vorschriften zu Tierversuchen, wodurch die weltweite Zahl der Tiere, die in Versuchen leiden und sterben, nur schwer zu schätzen ist. Die EU-Kommission nimmt an, dass bis zu 27.000 Tiere im Jahr gerettet werden könnten, wenn das Verbot durchgesetzt wird.

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