Sa, 25. November 2017

Datenschutz

29.01.2013 09:57

WhatsApp wegen Adressbuch-Zugriffs in der Kritik

Kanadische und niederländische Behörden haben den Machern der Textnachrichten-Anwendung WhatsApp vorgeworfen, gegen die Datenschutzbestimmungen der beiden Länder zu verstoßen. Die App für Geräte wie Smartphones oder Tablets - eine der fünf beliebtesten der Welt - zwinge die Nutzer, ihr ganzes Adressbuch zugänglich zu machen, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Erklärung der Datenschützer.

Ohne dass Nutzer darauf Einfluss nehmen könnten, würden Kontaktinformationen nicht beteiligter Dritter an die Server des Unternehmens übermittelt. Dies verletzte niederländisches und kanadisches Recht, hieß es in einer Mitteilung der kanadischen Datenschutzbehörde. Lediglich Nutzer der Version für Apples mobiles Betriebssystem iOS 6 hätten die Möglichkeit, manuell einzelne anstatt automatisch alle Kontaktdaten hochzuladen.

Kritisiert wurden außerdem fehlende Verschlüsselungs- und Sicherheitsmechanismen in früheren WhatsApp-Versionen. Die Datenschützer raten daher allen Nutzern der Anwendung dazu, diese auf die jüngste Version zu aktualisieren.

Die kalifornischen Hersteller der Software waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die für die gängigsten Plattformen erhältliche App ermöglicht den kostenlosen Nachrichtenversand via Internet zwischen allen Nutzern von WhatsApp.

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