Sa, 18. November 2017

Armee stürmte Zellen

26.01.2013 09:32

Dutzende Tote bei Gefängnismeuterei in Venezuela

Bei einer Gefängnismeuterei im Nordwesten Venezuelas dürften nach Berichten venezolanischer Medien am Freitag Dutzende Menschen getötet und zahlreiche weitere Personen zum Teil schwer verletzt worden sein. Die Angaben über die Todesopfer schwankten zwischen 25 und mehr als 50. Militäreinheiten hatten Freitag früh die Haftanstalt in Uribana gestürmt, um die Insassen zu entwaffnen. Anschließend kam es zu dem Gewaltausbruch.

In einer offiziellen Erklärung zu dem Einsatz hieß es: "Aufgrund gewalttätiger Vorkommnisse im Gefängnis von Uribana wurde eine Durchsuchung notwendig, um die Insassen der Haftanstalt komplett zu entwaffnen."

Erst zwei Stunden nach Beginn des Einsatzes waren den Angaben zufolge erste Detonationen in dem Gefängnis zu hören. Es wird vermutet, dass die Häftlinge die Sicherheitskräfte daran hindern wollten, in bestimmte Teile des Gefängnisses vorzudringen. Dutzende Krankenwagen waren vor Ort. Vor der Haftanstalt, wo es zu Auseinandersetzungen zwischen protestierenden Angehörigen der Insassen und den Sicherheitskräften gekommen war (Bild 3), fuhren Panzerwagen auf.

Immer wieder blutige Auseinandersetzungen in Gefängnissen
In Uribana sind rund 2.500 Männer und etwa 140 Frauen inhaftiert. In Venezuela kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen. Oft handelt es sich um Abrechnungen zwischen rivalisierenden Banden. Erst im vergangenen August waren in dem völlig überfüllten Gefängnis Yare I der Stadt Guatire in der Nähe der Hauptstadt Caracas 25 Häftlinge bei Kämpfen zwischen Gangs ums Leben gekommen.

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