Di, 17. Oktober 2017

Triumph in Kanada

25.01.2013 21:53

Snowboard-Ass Benjamin Karl holt erneut WM-Gold

Österreichs Snowboard-Ass Benjamin Karl hat sich in seinem "Wohnzimmer" seine bereits vierte WM-Goldmedaille gesichert. Der 27-jährige Niederösterreicher setzte sich am Freitag bei den Titelkämpfen im kanadischen Stoneham im Finale des Parallel-Riesentorlaufs gegen den Südtiroler Roland Fischnaller durch. Karl schaffte nach seinen Erfolg in La Molina 2011 damit die Titelverteidigung. Mit einer Silbermedaille von Julia Dujmovits gab es auch bei den Damen Edelmetall für Österreich.

Für Karl erwies sich der Hang von Stoneham nun auch als Goldgrube. Bereits 2008 bis 2011 hatte der gebürtige St. Pöltner dort im Weltcup triumphiert. 2012 ging der Sieg an Andreas Prommegger. Der Weltcup-Spitzenreiter aus Salzburg musste sich nach einem verlorenen ÖSV-internen Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister diesmal aber mit dem fünften Rang zufriedengeben.

Karl fühlt ich in Stoneham "pudelwohl"
"Pudelwohl" fühle er sich in Stoneham, hatte Karl bereits vor dem WM-Startschuss in der arktischen Kälte bei bis zu minus 20 Grad verlautbart. Sein Gefühl täuschte den Olympia-Zweiten von Vancouver offenbar nicht. Nach Prommegger eliminierte der Jungvater im Halbfinale den schlussendlich drittplatzierten, für Russland startenden Amerikaner Vic Wild.

Karl schaffte es damit als erster Boarder, einen WM-Titel im Parallel-Riesentorlauf erfolgreich zu verteidigen. Nach einem turbulenten vergangenen Sommer hätte das nicht jeder für möglich gehalten: Ende Mai 2012 zog sich der dreifache Gesamt-Weltcupsieger (2008, 2010, 2011) bei einem Motorradsturz in Sappada in der italienischen Provinz Belluno eine schwere Knöchelverletzung zu.

Dujmovits: "Ich bin glücklich"
Dujmovits war ebenso wie Karl als Mitfavoritin ins Rennen gegangen. Die Vorjahrs-Zweite und aktuelle Weltcup-Führende arbeitete sich auch souverän ins Finale vor, dort war jedoch die Deutsche Isabella Laböck schneller. "Ich war im ersten Moment ziemlich enttäuscht. Aber nun bin ich glücklich. Ich hatte eine schwere Zeit hinter mir mit einigen Verletzungen", erklärte die aus dem Bezirk Güssing stammende 25-Jährige. Sie wolle nun vielleicht beim Parallel-Slalom am Sonntag "noch was drauflegen". Extrem stolz mache sie auch eines: "Es ist die erste Wintermedaille, die ich für das Burgenland holen konnte."

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