So, 19. November 2017

Langohr-Zuwachs

30.05.2014 13:10

So gewöhnen Sie Kaninchen an einen neuen Partner

Kaninchen sind sehr gesellig und fühlen sich mit einem Artgenossen oder in einem Familienverband am wohlsten. Deshalb sollten die Tiere mindestens zu zweit gehalten werden. Kommt ein neuer Mitbewohner zu einem einzelnen Kaninchen dazu, müssen sich die beiden aber erst einmal aneinander gewöhnen.

Damit das gut klappt, empfiehlt Kaninchenexpertin und Ratgeberautorin Gabriele Linke-Grün Tierfreunden, ein paar Punkte zu berücksichtigen:

  • Am besten gewöhnt man zwei fremde Tiere auf neutralem Boden aneinander, also dort, wo das alteingesessene Kaninchen noch nichts markiert hat.
  • Ideal ist die Verbindung zwischen Häsin und Rammler im selben Alter. Kommt ein Rammler zu einer Kaninchen-Dame, sollte er kastriert sein, damit es nicht ungewollt zu Nachwuchs kommt.
  • Es ist wichtig, dass es für beide Kaninchen Versteckmöglichkeiten gibt. Dafür eignen sich zum Beispiel neue Kartons mit eingeschnittenen Ein- und Ausgängen. Wenn Gegenstände aus dem alten Heim des langohrigen "Hausherren" benutzt werden, diese vorher gründlich mit Essigwasser reinigen, um Markierungen zu beseitigen.
  • Empfehlenswert ist, im Raum der Begegnung Leckerbissen auszulegen. Auf diese Weise sind die Tiere fürs Erste voneinander abgelenkt. Abwechselndes Streicheln über das Fell kann helfen, sie mit dem jeweiligen Geruch des anderen vertraut zu machen.
  • Manchmal verstehen sich Kaninchen nicht auf Anhieb mit ihrem neuen Partner. Es kann zu Verfolgungsjagden und Streitereien kommen. Wird es zu heftig, sollten ihre Halter das Zusammentreffen unterbrechen und die Tiere für mindestens zwei Wochen komplett trennen. Dann kann langsam ein neuer Versuch gewagt werden.
  • Verläuft die erste Begegnung gut, sollten die Langohren dennoch zunächst in getrennten Unterkünften übernachten. Kommen die Tiere dann über mehrere Stunden gut miteinander aus, liegen eng beieinander und kuscheln, können Tierfreunde versuchen, sie stufenweise im gemeinsamen Heim unterzubringen. Dieses sollte neu oder zumindest gründlich gereinigt sein, damit das Tier mit den älteren Rechten keine Besitzansprüche anmeldet.

Für den Fall, dass die Tiere sich in Einzelfällen auch nach mehreren Anläufen nicht vergesellschaften lassen, können Tierfreunde mit dem Vorbesitzer eine Art "Austauschrecht" vereinbaren.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).