Fr, 24. November 2017

Hoffnungsschimmer

24.01.2013 13:31

Nokia schafft Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Nach zuletzt hohen Milliardenverlusten ist Nokia die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen: Der finnische Handy-Riese meldete am Donnerstag einen Gewinn von 202 Millionen Euro für das vergangene Quartal. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um fast ein Fünftel auf etwas mehr als acht Milliarden Euro. Für das gesamte Jahr 2012 steht trotz des besseren Schlussquartals allerdings immer noch ein Verlust von über drei Milliarden Euro in der Bilanz.

Infolgedessen sollen die Aktionäre erstmals seit über 20 Jahren keine Dividende erhalten. Die Finnen wollen sich damit mehr finanziellen Spielraum verschaffen, denn die Wende ist mit dem ersten Quartalsgewinn seit eineinhalb Jahren noch nicht geschafft: Für das laufende Quartal kündigte Nokia wieder eine voraussichtlich negative operative Rendite im Kerngeschäft mit Mobiltelefonen an - ein Hinweis auf einen möglichen Verlust.

Der jetzige Quartalsgewinn wurde möglich, weil Nokia die Verluste sowohl im Bereich Mobiltelefone als auch beim Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks stoppen konnte. Zum Vergleich: Im Schlussquartal 2011 hatte es noch einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro gegeben.

4,4 Millionen verkaufte Lumias
Ein Nokia-Hoffnungsträger für die Rückkehr in die Spitzengruppe sind die Lumia-Smartphones mit Microsofts Windows-Phone-Betriebssystem. Nokia verkaufte im vergangenen Quartal 4,4 Millionen Lumia-Geräte. Das half zwar, den Durchschnittspreis eines abgesetzten Smartphones von 140 Euro im Jahr davor auf 186 Euro zu steigern, doch gemessen an den Verkäufen der großen Rivalen war das wenig.

Apple meldete unmittelbar vor der Nokia-Bilanz 47,8 Millionen abgesetzte iPhones im Weihnachtsgeschäft. Samsung dürfte noch darüber liegen.

Asha-Serie am Vormarsch
Bei den Finnen machen indes die weniger lukrativen einfachen Handys den Großteil des Geschäfts aus. In diese Kategorie fielen gut 90 Prozent der insgesamt 86,3 Millionen verkauften Mobiltelefone. Insbesondere Nokias Geräte der Asha-Serie machten deutliche Fortschritte: Von ihnen wurden 9,3 Millionen Stück verkauft.

Die Baureihe, die mit ihren Internetfunktionen an der Schwelle zum günstigen Smartphone liegt, aber noch zu den einfachen Handys gezählt wird, könnte entscheidend werden, um in den Wachstumsmärkten günstigen Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android Paroli zu bieten.

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