Di, 17. Oktober 2017

Online-Umfrage

24.01.2013 10:00

Ablaufdatum für Geräte: Mythos oder Realität?

Laptops, die 14 Tage nach Ablauf der Gewährleistungspflicht kaputtgehen, Drucker, bei denen ein Defekt im Druckkopf auch die Scan- und Faxfunktion lahmlegt, fest verlötete Handy-Akkus, die sich nicht tauschen lassen - viele Konsumenten ärgern sich über Geräte, die bereits nach kurzer Nutzung teuer repariert oder gleich neu angeschafft werden müssen. Kritiker sprechen in solchen Fällen von "geplanter Obsoleszenz". Doch gibt es Geräte mit einem Ablaufdatum tatsächlich oder handelt es sich dabei um einen Mythos? Der VKI will dieser Frage jetzt mittels einer Umfrage auf den Grund gehen.

Möglichkeiten, Geräte so zu gestalten, dass ihre Lebensdauer kürzer ist als technisch möglich, gibt es viele. Unabhängig davon, ob minderwertige Teile und Materialien verwendet oder einfach die Servicemöglichkeiten eingeschränkt werden, der Effekt ist immer der gleiche: Ein neues Gerät ist oft einfacher zu bekommen als eine sachgerechte Reparatur.

Dass dahinter eine direkte Absicht von Herstellern und Handel liegt, wird von diesen vehement bestritten. Die Konsumenten selbst, so ein gängiges Argument, bestünden darauf, dass Angebote in erster Linie billig sein müssten. Und Billigware habe nun einmal eine kürzere Lebenserwartung als qualitativ hochwertige und somit teurere Gerätschaft.

Das Problem: Nachzuweisen ist der vorsätzliche Fehlereinbau nur schwer. Meist sind die einzigen Indizien die Erfahrungen der Verbraucher selbst, die sich durch kurzlebige Produkte übers Ohr gehauen fühlen.

Der Verein für Konsumenteninformation und die Zeitschrift "Konsument" haben daher eine Online-Umfrage gestartet, mit der sie dem Problem weiter nachgehen wollen. Auf ihrer Website listen die Verbraucherschützer außerdem eine Reihe praktischer Links auf, etwa zu Reparaturbetrieben.

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