Mo, 11. Dezember 2017

In Vogelstation

23.01.2013 15:01

Graureiher von Tierschützern vor Hungertod gerettet

Während viele Vogelarten perfekt an den Winter angepasst sind, haben andere mit den derzeitigen Wetterverhältnissen hart zu kämpfen. So wie ein Graureiher, der halb verhungert in die von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" unterstützte Eulen- und Greifvogelstation (EGS) in Haringsee gebracht wurde.

"Viele heimische Tierarten können ihre Beute auch unter einer Schneedecke orten und durch den Schnee hindurch fassen", erklärt Hans Frey, Leiter der EGS. "Graureiher allerdings haben bei zugefrorenen Seen und Bächen und länger anhaltender Scheelage große Probleme, an Nahrung zu gelangen."

Der halb verhungert Graureiher wurde glücklicherweise rechtzeitig in die EGS gebracht und konnte dort wieder aufgepäppelt werden. "Man merkt zwar eindeutig, dass er die Kälte so richtig ungemütlich findet, aber körperlich ist er wieder topfit", freut sich Frey. Auch wenn der Graureiher-Bestand in Mitteleuropa in den letzten Jahren wieder zugenommen hat: Ein strenger Winter setzt den wunderschönen Vögeln ziemlich zu. "Sie haben's einfach gern warm", so Frey. "Wer könnte es ihnen verdenken?"

In der Eulen- und Greifvogelstation werden pro Jahr etwa 250 Jungvögel gerettet, von Ammeneltern aufgezogen und zu fast 100 Prozent wieder freigelassen. Es ist die einzige Pflegestation, in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können. Dadurch werden die schädlichen Folgen einer Handaufzucht vermieden.

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