Mi, 22. November 2017

YouTube-Kult

23.01.2013 10:30

Der „Techno Viking“ verklagt jetzt seinen Schöpfer

Über 16 Millionen Mal ist das Video des "Techno Viking" auf YouTube bisher angeklickt worden. Jetzt hat der hünenhafte Deutsche, der durch seinen Oben-ohne-Auftritt bei einer Berliner Techno-Party zum Internetstar wurde, den Mann verklagt, der das Kultvideo aufgenommen hat. Bis zu 250.000 Euro Strafe und sechs Monate Haft drohen dem Künstler Matthias Fritsch, wenn er den Prozess gegen den YouTube-Star verliert.

Der Name des muskelbepackten Internetstars, der auf YouTube allein mit dem Originalvideo seines Gastspiels auf der Berliner Techno-Party "Fuckparade" über 16 Millionen Aufrufe erzielt hat, ist bis heute unbekannt. Künstler Matthias Fritsch, der das mittlerweile hundertfach neu interpretierte Video bereits im Jahr 2000 aufgenommen hat, stellte den tanzenden "Wikinger" erst 2006 auf YouTube.

Video wurde erst 2007 zum Internet-Phänomen
Während in den ersten Monaten niemand so recht auf das Video aufmerksam wurde, griffen es 2007 zahlreiche Internetseiten auf und machten den unbekannten Mann praktisch über Nacht zum Online-Phänomen.

Allerdings will dieser das offenbar gar nicht. Wie jetzt bekannt wurde, hat der "Techno Viking" Fritsch wegen der Verbreitung des Videomaterials verklagt. Er geht derzeit in Berlin wegen der Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte gegen den Künstler vor und wirft ihm vor, von der Veröffentlichung des Videos finanziell profitiert zu haben.

"Techno Viking" fordert seit 2009 Löschung des Videos
Bereits 2009 hatte der unbekannte Hauptdarsteller des Videos Fritsch erstmals aufgefordert, das Video nicht mehr zu verbreiten, berichtet das IT-Portal "WinFuture". Fritsch hatte daraufhin aufgehört, von YouTube Geld anzunehmen, welches das Online-Videoportal an die Urheber besonders populärer Videos auszahlt.

Dem "Techno Viking" reicht das offenbar nicht, weshalb die Streitigkeit nun vor Gericht ausgetragen wird. Die Verhandlung hat vergangene Woche begonnen. Fritsch drohen bei einer Verurteilung eine Schadenersatzzahlung in Höhe einer Viertelmillion Euro und bis zu sechs Monate Haft.

Der Künstler hat das Video (siehe oben) mittlerweile mit Einblendungen versehen, die das Bild verdecken. Diese lassen sich jedoch einfach wegklicken und dürften wohl kaum den gewünschten Effekt haben.

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