Di, 17. Oktober 2017

Sapporo-Skispringen

20.01.2013 09:50

ÖSV-Adler haben nichts verpasst: Matura siegt erneut

Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Co. haben in Sapporo nichts verpasst. Bei beiden Weltcup-Skispringen am Wochenende in Japan wurden die Ergebnisse auch stark von den äußeren Bedingungen beeinflusst, die ÖSV-Asse waren wohl besser beraten, in der Heimat zu regenerieren bzw. im Hinblick auf die WM an der Form zu feilen. Am Sonntag landete auf der WM-Schanze von 2007 Wolfgang Loitzl als Achter (129/123,5 Meter) wenigstens in den Top Ten, nachdem er am Vortag als bester ÖSV-Springer nur 18. gewesen war.

Loitzl fand denn auch Positives an seinem Einsatz im Fernen Osten. "Ich habe mich noch nicht gut gefühlt, aber ich spüre, dass ich wieder im Kommen bin. Die technische Entwicklung ist gut und ich habe wieder einen Faden gefunden, an dem ich mich nach vorne orientieren kann. Mit meiner Entscheidung, nach Japan zu gehen, bin ich auf alle Fälle sehr zufrieden", sagte der Steirer.

Zweiter Sieg für Spätzünder Matura
Der Tscheche Jan Matura feierte kurz vor seinem 33. Geburtstag einen Doppelsieg, in fast 170 Bewerben zuvor war er noch nie auf dem Podest gestanden. Am Sonntag (132,5/133 Meter) setzte er sich bei starkem Schneefall 1,3 Punkte vor dem offenbar wiedererstarkten Skiflug-Weltmeister Robert Kranjec (131/134) durch, der am Samstag Dritter gewesen war.

Schlierenzauer, der kommendes Wochenende beim Skifliegen in Vikersund wieder ins Geschehen eingreift, behielt in Abwesenheit seine klare Führung im Weltcup. Denn der Norweger Anders Bardal (120,5/127), Pokalverteidiger und schärfster Verfolger des Tourneesiegers, kam 17 Stunden nach seinem vierten Platz nicht über den 15. Rang hinaus und hat noch 119 Punkte Rückstand. Bardals Teamkollege Anders Jacobsen (Gesamt-Vierter im Weltcup) verpasste so wie der Deutsche Severin Freund (Gesamt-Dritter) am Sonntag sogar das Finale.

Dieses schaffte im Gegensatz zum Samstag Andreas Kofler (129/124,5), der den 13. Rang belegte, aber dennoch nicht zufrieden war. "Springerisch läuft es einfach nicht so, wie ich mir das vorstelle. Ich bin nicht in der Lage, gute Verhältnisse entsprechend auszunutzen. Es fehlt die Selbstverständlichkeit, die Skispringen auch einmal einfach machen kann“, sagte der zweifache Saisonsieger, der Probleme mit der Anfahrtshocke hat. Michael Hayböck landete an der 24. Stelle.

Ito sorgt für Schrecksekunde
Für einen Aufsehen erregenden Zwischenfall sorgte der Halbzeit-Zweite Daiki Ito aus Japan. Als er vor seinem Finalsprung wegen schlechter Bedingungen wieder vom "Zitterbalken" zurücksteigen musste, rutschte er aus und schlitterte bäuchlings die steile Anlaufspur hinunter. Zum Glück kam er noch vor dem Schanzentisch zum Stillstand. Ito blieb unverletzt, eine zweite Chance bekam er aber reglementgemäß nicht und musste sich mit dem 30. Rang begnügen.

Das Ergebnis:

Rang
Name Nation Sprung 1 Sprung 2 Punkte
1 MATURA Jan CZE 132.5 133.0 247.0
2 KRANJEC Robert SLO 131.0 134.0 245.7
3 WANK Andreas GER 135.0 136.0 241.0
4 HILDE Tom NOR 126.5 134.5 237.7
5 STOCH Kamil POL 133.0 127.5 228.6
6 TEPES Jurij SLO 130.5 128.5 223.6
7 TAKEUCHI Taku JPN 129.0 128.0 220.9
8 LOITZL Wolfgang AUT 129.0 123.5 220.7
9 PREVC Peter SLO 123.5 127.5 219.7
10 SCHMITT Martin GER 127.5 130.5 215.8
11 ZOGRAFSKI Vladimir BUL 124.0 131.0 215.4
12 KORNILOV Denis RUS 127.0 123.5 211.2
13 KOFLER Andreas AUT 129.0 124.5 210.3
14 KOT Maciej POL 135.0 112.5 208.8
15 BARDAL Anders NOR 120.5 127.0 203.8
16 DESCHWANDEN Gregor SUI 129.0 108.0 200.4
17 VASSILIEV Dimitry RUS 122.5 114.0 198.0
18 KUBACKI Dawid POL 129.5 109.0 197.2
19 KASAI Noriaki JPN 114.0 120.5 194.5
20 FRENETTE Peter USA 129.5 114.0 187.6
21 PUNGERTAR Matjaz SLO 127.5 115.0 187.4
22 ZYLA Piotr POL 117.5 117.5 186.9
23 HLAVA Lukas CZE 130.5 104.5 184.8
24 HAYBÖCK Michael AUT 128.5 110.0 184.0
25 MIETUS Krzysztof POL 122.0 102.5 178.9
26 NEUMAYER Michael GER 130.5 93.5 168.2
27 RÖNSEN Atle Pedersen NOR 125.5 100.0 163.8
28 JANDA Jakub CZE 119.0 98.5 151.5
29 WATASE Yuta JPN 118.5 92.0 147.2
30 ITO Daiki JPN 130.5 121.5

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