Do, 23. November 2017

„Flower Power“

17.01.2013 10:22

Bluetooth-Sensor lässt sterbende Pflanzen Hilfe rufen

Die vor allem für ihre Augmented-Reality-Drohnen bekannte französische Firma Parrot hat eine Technologie vorgestellt, die künftig Millionen Pflanzenleben retten könnte. Unter dem klingenden Namen "Flower Power" will das Unternehmen noch 2013 einen Bluetooth-Sensor auf den Markt bringen, der die Gesundheit von Pflanzen überwacht und alle relevanten Informationen an ein Smartphone oder Tablet schickt. Darauf sieht der Besitzer mittels App die Gesundheit seiner Gewächse und wird genau darüber informiert, was die Pflanzen gerade brauchen.

Die "Flower Power"-Sensoren sind kleine Stäbe in Y-Form, die in Blumentöpfe oder Beete gesteckt werden und – wie im Video zu sehen - alle für das Gedeihen einer Pflanze wichtigen Parameter überwachen. Gemessen werden die Faktoren Sonnenlicht, Bodenfeuchtigkeit, Temperatur und Dünger. Die zugehörige App verfügt über einen von Botanikern angelegten Katalog mit 6.000 verschiedenen Pflanzenarten und kennt die Bedürfnisse der einzelnen Gewächse.

Sterbende Pflanzen rufen über Smartphone-App um Hilfe
Über Bluetooth senden die Sensoren in Blumentöpfen und Beeten ihre Messwerte an das Smartphone. Dort werden sie übersichtlich in der App dargestellt und für den modernen Gärtner mittels Ampel-System kategorisiert. Ist der Messwert einer Pflanze - beispielsweise die Bodenfeuchtigkeit - grün, ist nichts zu tun. Ist er gelb, schadet eine Intervention – nämlich das Gießen – nicht. Vergibt die Flower-Power-App die Farbe Rot, ist schnelles Handeln gefragt. Dann stirbt die Pflanze nämlich bald und ruft sozusagen über die App nach Hilfe.

Das gleiche Schema wird auch bei den anderen Messwerten angewendet. Steht eine Pflanze im Schatten und bekommt zu wenig Licht, wird der entsprechende Messwert in der Smartphone-App zunächst gelb und bei längerem Nichtstun rot gekennzeichnet.

App lässt soziale Gärtner Fotos ihrer Gewächse teilen
Die Sensoren laufen mit einer einzelnen AAA-Batterie und sollen damit ein halbes Jahr ihr Auslangen finden, berichtet die Website "Coolest Gadgets". Dabei schicken die Sensorstäbe alle 15 Minuten Signale an das Smartphone oder Tablet des Besitzers. Laut Parrot lassen sich im Prinzip unendlich viele Sensoren mit dem Mobilgerät überwachen.

Nette Zusatzfunktionen in der App runden Parrots Vorstoß im Bereich Computer-unterstütztes Gärtnern ab. So verfügt die Anwendung beispielsweise über eine "Teilen"-Funktion. Wer auf die prachtvollen Gewächse stolz ist, die er mithilfe des Sensors herangezüchtet hat, dem steht es frei, ein Foto von seinem Liebling zu knipsen und es befreundeten Gärtnern zu schicken. Nützlich: Wer den Namen seiner Pflanze nicht kennt, der kann durch die Auswahl von Blattform, Farbe und anderen Kriterien die Pflanze bestimmen.

Parrot will seine Bluetooth-Sensoren, die selbst notorischen "Pflanzenmördern" einen grünen Daumen verleihen könnten, im Laufe des Jahres auf den Markt bringen. Im Moment gibt es die zugehörige App nur für iPhone und iPad, bis zur Marktreife könnte jedoch durchaus auch eine Android-Variante erscheinen. Über den Preis der Sensoren ist noch nichts bekannt.

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