Mo, 22. Jänner 2018

Fahrlässigkeit

17.01.2013 09:37

Psychiaterin des "Batman"-Killers von Witwe verklagt

Die Witwe eines Opfers des Amoklaufs von Aurora hat Klage gegen die Psychiaterin des Täters eingereicht. Chantel Blunk (Bild) wirft der Ärztin Lynne Fenton Fahrlässigkeit vor, teilte die US-Justiz am Mittwoch mit. Der wegen des Massakers angeklagte James Holmes habe Fenton rund einen Monat vor dem Amoklauf von seinen Mordphantasien erzählt, heißt es in der Anklageschrift.

Fenton, Direktorin des psychologischen Dienstes der Universität von Colorado, habe das dort für Gefahreneinschätzung zuständige Team zwar informiert. Als sie gefragt worden sei, ob sie es befürworte, ihren Patienten 72 Stunden für eine psychiatrische Untersuchung festzuhalten, habe sie jedoch verneint.

Damit habe Fenton, die "wusste, dass James Holmes gefährlich ist", nicht die "vernünftigen Vorkehrungen" getroffen, mit denen das Massaker hätte verhindert werden können, argumentiert Blunk. Ihr Mann Jonathan war eines der zwölf Todesopfer von Aurora.

Holmes hatte Neurowissenschaften an der Universität studiert. Er hat in der Nacht zum 20. Juli 2012 in einem Kino in Aurora nahe Denver während der Premiere des neuen "Batman"-Films "The Dark Knight Rises" zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Vergangene Woche entschied ein Richter, dass der 25-Jährige zurechnungsfähig ist und ihm ein Prozess gemacht wird.

Richter soll Nachrichtensperre aufheben
Die Stadt Aurora hat indes den zuständigen Richter in einem Antrag darum gebeten, eine von ihm erlassene Nachrichtensperre zu dem Attentat aufzuheben. Sie untersagt Polizisten und Rettungskräften, öffentlich über die Tat zu sprechen. Der Richter hatte die Sperre erlassen, um zu verhindern, dass Beteiligte zu den Ereignissen in Aurora Interviews geben. Dem Antrag der Stadt zufolge wurden Details der Tat ohnehin schon in Anhörungen vor Gericht öffentlich gemacht. Die Indizien seien schon vielen Millionen Menschen weltweit bekannt.

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