So, 19. November 2017

Landtagswahlkampf

12.01.2013 19:51

„Kärnten befreien“: Petzner empört FPK mit Fotomontage

Eben erst eröffnet, gibt es bereits den ersten Eklat im Kärntner Landtagswahlkampf: BZÖ-Politiker Stefan Petzner hat am Samstag via Facebook ein Bild veröffentlicht, das die Brüder Uwe und Kurt Scheuch zumindest indirekt ins Nazi-Eck stellt. Das Bild ist eine auf Kärnten umgemünzte Bearbeitung des weltberühmten Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg "Raising the Flag on Iwo Jima" von Joe Rosenthal. Die Kärntner Freiheitlichen bezeichneten die Aktion als "letzklassig".

Am Originalfoto ist das Hissen einer US-amerikanischen Flagge während der Schlacht um Iwojima im Februar 1945 zu sehen. Der BZÖ-Nationalratsabgeordnete hat nun die US-Flagge gegen eine Kärntner Fahne ausgetauscht und das Bild mit dem Text "Am 3. März 2013: Kärnten befreien" versehen. Zudem sind im Hintergrund die Brüder Scheuch sowie der wegen Korruption nicht rechtskräftig verurteilte Ex-ÖVP-Chef Josef Martinz in einem Fadenkreuz zu sehen.

Petzner: "Art, Politik zu machen, vergleichbar"
Der historische Vergleich mit dem Sieg der Amerikaner über das japanische Kaiserreich, und damit auch über das damals verbündete Nazi-Deutschland, ist offenbar gewollt. "Die Brüder Scheuch sind von ihrer Art, Politik zu machen, mit dem historischen Kontext vergleichbar", sagte Petzner. Nachsatz: "Natürlich ist das Bild zugespitzt."

Das BZÖ will mit der drastischen Wahlwerbung jedenfalls verhindern, dass die FPK bei der Landtagswahl ihren ersten Platz verteidigt. "Wir wollen das Scheuch-Regime stürzen", so Petzner. Das Argument, dass der rechtskräftig wegen Korruption verurteilte Uwe Scheuch zurückgetreten ist, lässt Petzner übrigens nicht gelten. Von ihm würden nämlich im Hintergrund nach wie vor die Fäden gezogen werden, so der BZÖ-Politiker.

FPK-Darmann: "Aufmerksamkeit um jeden Preis"
FPK-Klubobmann Gernot Darmann bezeichnete Petztners Vergleich in einer Reaktion als "letztklassig, niveaulos und den letzten verzweifelten Versuch, Aufmerksamkeit um jeden Preis für sich und das BZÖ zu erhaschen". Für Darmann sei diese Aktion der endgültige Beweis dafür, dass es dem BZÖ an jeglichen Inhalten fehle. Zudem sei Petzners Vergleich würde- und respektlos gegenüber allen Opfern des Zweiten Weltkrieges. "Die Opfer des Weltkrieges in eine Wahlkampagne mit hineinzuziehen, ist wohl das Letzte", so Darmann.

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