So, 17. Dezember 2017

"Nicht sicher genug"

11.01.2013 15:00

Görgl verzichtet in St. Anton auf Start in der Abfahrt

Das ohnehin schon kleine Speed-Team der österreichischen Ski-Damen muss am Samstag ohne Elisabeth Görgl auskommen. Die steirische Doppel-Weltmeisterin verzichtet auf ein Antreten in der Abfahrt beim Heim-Weltcup in St. Anton. "Sie fühlt sich nach der Absage des heutigen Trainings nicht bereit und sicher genug", teilte ÖSV am Freitagnachmittag mit. Drei Wochen vor Beginn der alpinen Weltmeisterschaften in Schladming hat Görgl noch keinen Weg aus der anhaltenden Krise gefunden.

Görgl hatte am Donnerstag im einzigen Training auf der "Karl Schranz"-Strecke 7,40 Sekunden Rückstand auf die Schnellste. "Am Start beim zweiten Tor hat es schon so geschlagen, dass ich mir gedacht habe: 'Was ist denn da los?' Ich habe nichts gesehen, es war brutal zu fahren. Unten habe ich mir dann gedacht, ist eh wurscht, ich riskiere hier nicht Kopf und Kragen", hatte die zweifache Goldmedaillengewinnerin von 2011 gemeint, nachdem sie sich durch die letzten Tore ins Ziel gebremst hatte. Weil das Training am Freitag wegen heftigen Schneefalls gestrichen wurde, erklärte sie nun ihren Startverzicht.

"Sie hat bei der Schuhwahl was probiert, was für diese Strecke nicht gepasst hat. Die Materialabstimmung für die jeweiligen Verhältnisse ist auch für erfahrene Läuferinnen schwierig. Und wenn du nur eine Fahrt hast, hast du nicht viel Zeit", hatte ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl gemeint.

"Es fehlt nicht viel"
Überhaupt durchlebt Görgl derzeit eine schwere Zeit. Nur etwas mehr als drei Wochen vor WM-Beginn in Schladming sucht sie noch immer nach dem richtigen Gefühl, wieder Topleistungen bringen zu können. "Ich weiß definitiv, dass ich das Skifahren nicht verlernt habe. Aber ich weiß auch, dass ich noch ein paar Sachen brauche. Ich suche, werde weiter suchen und hoffentlich auch finden. Ich glaube, dass nicht viel fehlt, aber es ist noch das Entscheidende. Und wir werden in ein paar Wochen sehen, wie es ausgeht", gibt sich Görgl trotz allem zuversichtlich.

"Die WM ist mir wurscht"
Auch wenn sie Spitzenpositionen in dieser Saison noch hinterherfährt - als Titelverteidigerin ist Görgl bei der WM in zwei Disziplinen fix dabei. "Wenn ich das Problem hätte, mich auch noch qualifizieren zu müssen, wäre es wahrscheinlich noch schlimmer", gesteht die Steirerin: "Ich habe genug damit zu tun, dass ich schaue, dass ich gut trainiere, alle Maßnahmen treffe und dann topfit bin. Das ist das Einzige, das ich machen kann, dass ich wieder in einen richtig guten Schwung reinkomme, weil ich sonst einfach keinen Spaß habe. Ich möchte einfach gut Ski fahren. Ob die WM jetzt ist oder nicht, das ist mir wurscht."

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