Mi, 22. November 2017

Kein Heimvorteil

11.01.2013 13:29

Warmes Wetter macht Training auf Planai unmöglich

Bei der Ski-WM in Schladming werden vorrangig die rot-weiß-roten Fans mit ihrer lautstarken Unterstützung für Heimvorteil sorgen müssen. Warmwetter und Regen haben den WM-Strecken auf der Planai nämlich zugesetzt, sodass die österreichischen Damen das geplante Speed-Training nicht wie gewünscht durchführen konnten. Trainings auf der Abfahrt werden vor den Ttitelkämpfen also definitiv nicht mehr möglich sein.

Um sich einen echten Vorteil zu verschaffen, hätten die Damen wohl jede freie Minute auf der Piste trainieren müssen. Davon waren sie allerdings weit entfernt: Nur drei Fahrten waren bei dem für mehrere Tage anberaumten Trainingskurs Anfang Jänner möglich.

"Regen hat ganzen Schnee weggenommen"
"Leider hat uns das der Regen vermiest, das ist sehr schade. Es wird jetzt sehr schwierig, dort zu trainieren. Wir werden nach den Rennen in Cortina versuchen, noch zwei Tage hinzukommen, aber auf der Abfahrt geht es definitiv nicht mehr. Sie haben große Mühe, sie überhaupt wieder instand zu setzen, vor allem die Traverse im unteren Bereich, wo der Regen fast den ganzen Schnee weggenommen hat", sagte ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl.

Beim Weltcupfinale im März 2012 präsentierte sich die Strecke für die Damenabfahrt mit regennassem Schnee bei Frühlingstemperaturen streichelweich. "Das Gelände ist flach, es geht Kurve auf Kurve, die Sprünge fehlen, zu weich, zu langsam und unspektakulär", lauteten zusammengefasst die Reaktionen der Damen.

Minusgrade angekündigt
"Strecke und Topografie kann man nicht ändern, aber trotzdem ist sehr viel machbar mit Pistenbedingungen. Und natürlich mit der Kurssetzung, aber die können wir nicht beeinflussen", erklärte Mandl. Was die Wetterprognosen betrifft, kann Schladming vorerst aufatmen, in den kommenden Tagen sind durchwegs Minusgrade vom Berg bis ins Tal hinunter vorhergesagt.

Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn gewann beim Weltcupfinale vor Marion Rolland (FRA), Tina Maze (SLO) und Tina Weirather (LIE), Elisabeth Görgl war als beste Österreicherin Neunte. "Bei winterlichen Verhältnissen sieht das anders aus, da wird es auch welliger. Und da werden sie dann auch den Schnee haben, um Sprünge aufzuschieben", hatte Weirather gemeint.

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