Fr, 20. Oktober 2017

Kein GP in Spielberg

08.01.2013 16:55

Ecclestone lässt den Traum vom F1-Comeback platzen

Der Traum ist geplatzt - es gibt kein Comeback für unseren Formel-1-Grand-Prix 2013: Bernie Ecclestone zeigt Spielberg im "Krone"-Interview die schwarze Flagge. "Zu wenig Hotels - das ist der einzige Grund. So gern wir gekommen wären." Somit bleibt im heurigen Kalender der 21. Juli frei. Aber was wird mit dem deutschen Grand Prix? Worum streiten Bernie und Ferrari-Chef Luca Montezemolo? Und wer wird Weltmeister 2013?

"Krone": Bernie, die Zeit läuft davon. Viele Fans hatten in Österreich auf ein Formel-1-Comeback am 21. Juli dieses Jahres gehofft.
Bernie Ecclestone: Versteh' ich, aber damit wird es endgültig nichts: Zu wenig Hotels - das ist das einzige Problem. Die Strecke ist super, die Leute sind alle sehr freundlich, ein Vergnügen, mit ihnen zusammenzuarbeiten - aber eben: Es gibt leider in der gesamten Region zu wenig Hotelzimmer.

"Krone": Zu Jochen Rindts Zeiten bestand das ganze Lotus-Team aus nur zwölf Mann – jetzt sind es ungleich mehr.
Ecclestone: Eben. Viel mehr Ingenieure, Sponsoren und so weiter - nicht genug Platz.

"Krone": Wer bekommt dann den freien Termin am 21. Juli?
Ecclestone: Wahrscheinlich niemand. Der 21. Juli bleibt frei. Somit heißt es: Längere Ferien für alle.

"Krone": Also vom 7. Juli bis zum 25. August, unterbrochen nur vom Grand Prix in Budapest am 28. Juli. Und heuer gibt es somit nur 19 Rennen statt 20. Oder kämpft Alain Prost erfolgreich um ein Comeback des französischen GP in Le Castellet, wo dir ja die Strecke gehört?
Ecclestone: Nein, das machen wir momentan nicht.

"Krone": Probleme gibt es - abgesehen von der angeblichen Bestechungsaffäre - auch mit Deutschland?
Ecclestone: Wäre ich schuldig, würde ich mir Sorgen machen. Aber ich bin unschuldig.

"Krone": Und der deutsche Grand Prix am 7. Juli?
Ecclestone: Ich weiß noch nicht, ob in Hockenheim oder am Nürburgring. Aber wir können uns nicht leisten, den deutschen GP zu verlieren.

"Krone": Worum geht's im Internet-Krieg der Worte zwischen dir und Ferrari-Chef Montezemolo? Der behauptet, die Formel 1 sollten einmal Jüngere managen, um daraus den Weltsport Nummer eins zu machen?
Ecclestone: Da möchte ich gern mitmachen mit meinen Ideen - und ich habe mehr als genug davon! Luca hat sicher nicht so gemeint, was er über mein Alter, meine Fähigkeiten gesagt hat. Aber wir alle spielen halt unsere Rollen.

"Krone": Auch wegen des WM-Finales 2012?
Ecclestone: Luca hat wegen Sebastian Vettels Überholmanöver in Interlagos, angeblich unter Gelber Flagge, bei der FIA nachgefragt. Ich hab' das als Witz bezeichnet. Aber natürlich, für Ferrari ging es ja um die WM. Aber Luca und ich sind immer noch gute Freunde.

"Krone": Und wer wird Weltmeister 2013? Kommt die Revanche von Alonso und Ferrari?
Ecclestone: Es wird wieder ein Superjahr, vielleicht noch besser als das letzte. Aber Vettel wird schwierig zu schlagen sein.

"Krone": Wir freuen uns darauf, aber auch auf Kitzbühel. Kommst du wieder?
Ecclestone: Natürlich, wie jedes Jahr am Freitag.

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