Fr, 24. November 2017

Ähnliche Bluttaten

04.01.2013 17:08

Ist Schweizer Amokläufer der Annecy-Mörder?

In den mysteriösen vierfachen Mordfall im französischen Annecy könnte Bewegung kommen: Jener Mann, der am Mittwochabend in der Schweiz drei Nachbarinnen getötet und zwei Männer schwer verletzt hatte, könnte auch etwas mit der Bluttat vom vergangenen September zu tun haben. Die französischen Ermittler haben laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Telegraph" ihre Schweizer Kollegen um Unterstützung gebeten.

Der 33-jährige Schweizer hatte am Mittwoch in Daillon im Kanton Wallis das Feuer auf seine Nachbarn eröffnet. Laut "Telegraph" passt er auch in das Täterprofil für den Vierfachmord in den französischen Alpen. In diesem Fall tappen die Behörden seit vier Monaten im Dunkeln. Zwei Tage nach dem Amoklauf soll der Schütze mittlerweile in einer "stabilen" Verfassung sein und bald befragt werden können.

Verdächtiger soll Ex-Soldat und Waffennarr sein
Der Verdächtige, der in seiner Heimatregion weithin als "Cedric" bekannt ist, soll ein ehemaliger Soldat sein. Er soll nach kurzer Zeit aus der Schweizer Armee geflogen sein, weil er Menschen mit Waffen bedroht habe. Danach war er in psychiatrischer Behandlung. Nachbarn bezeichnen ihn als militärbesessenen Waffenliebhaber.

Parallelen zu Mord an britischer Familie
Laut Ermittlern sei man nun auf Ähnlichkeiten zwischen den Bluttaten in der Schweiz und in Frankreich gestoßen. So soll in beiden Fällen eine antike Waffe benutzt worden sein. Möglicherweise handle es sich um eine Pistole der Marke Luger, wie sie früher von der Schweizer Armee eingesetzt wurde.

Auch die Verletzungen der Opfer seien vergleichbar: In beiden Fällen hätten die Getöteten Schüsse in den Kopf und die Brust abbekommen, während die Verwundeten an Schulter und Becken getroffen wurden. Die beiden Tatorte liegen zudem nur etwa 100 Kilometer voneinander entfernt.

Hoffnung auf Aufklärung in Annecy, Schock in der Schweiz
Bei dem Vierfachmord auf einem Parkplatz in Annecy waren ein irakisch-stämmiger Brite, seine Ehefrau, deren Mutter und ein Radfahrer aus Frankreich regelrecht hingerichtet worden. Die beiden Töchter im Alter von vier und sieben Jahren hatten überlebt. Die Ermittlungen waren bisher großteils im Sand verlaufen.

In der Schweiz waren drei in der Nachbarschaft des Täters wohnende Frauen ums Leben gekommen, zwei Männer wurden schwer verletzt. Die Region steht weiter unter Schock. Wie ein Polizeisprecher sagt, sei der Blutzoll "sehr, sehr hoch". "Für den Kanton Wallis ist es ein düsterer Start ins neue Jahr."

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