Mo, 22. Jänner 2018

"Von Kids für Kids"

03.01.2013 11:00

Facebook-Verbot: Elfjähriger gründet eigenes Netzwerk

Weil er von seinem Vater Facebook-Verbot erteilt bekommen hatte, hat ein elfjähriger Schüler in den USA kurzerhand sein eigenes soziales Netzwerk gegründet. Das speziell auf die Bedürfnisse und Interessen von Kindern zugeschnittene "Grom Social" zählt inzwischen rund 7.000 Mitglieder.

Wie so viele andere Gleichaltrige auch, wollte Zachary Marks aus Florida auf Facebook sein. Doch sein Vater war von der Idee wenig angetan. Ungeachtet dessen und der Tatsache, dass er mit seinen elf Jahren zwei Jahre unter dem offiziellen Mindestalter des sozialen Netzwerks lag, registrierte sich Zachary eines Abends dennoch. Die Freude über das eigene Facebook-Profil währte allerdings nicht lange.

Vater erteilte Facebook-Verbot
"Ich hatte es rund eine Woche und war süchtig danach. Ich verbrachte meine ganze Zeit vor dem Computer, um mit meinen Freunden zu chatten", schreibt Zachary auf der Website des Netzwerks. Doch dann habe er einen Fehler gemacht: "Einer meiner älteren Freunde fluchte öffentlich und postete etwa Unangemessenes. Ich fluchte zurück. Außerdem nahm ich Freundschaftsanfragen von Älteren an, die ich nicht kannte. Einen Tag später fand mein Dad es heraus. Er war richtig sauer. Ich musste mein Konto deaktivieren. Dann war ich richtig sauer."

Von Facebook ausgesperrt, machte sich Zachary auf die Suche nach einem zu ihm und seinem Alter passenden Netzwerk. Vergeblich. "Die waren alle kindisch", schildert der Elfjährige. Die Idee, ein eigenes soziales Netzwerk zu gründen, war geboren. Zusammen mit seinen fünf Geschwistern, Freunden und wohl nicht zuletzt der Mithilfe seines Vaters Darren, Gründer eines Telekom-Unternehmens und seit 2007 Chef eines Energydrink-Herstellers, rief Zachary "Grom Social" ins Leben – eine Anlehnung an den Slang-Ausdruck "Grom", der für junge Internetsurfer steht.

Sicherheit wird großgeschrieben
Damit diese in dem Netzwerk auch gut aufgehoben sind, wurden diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Über 16-Jährige werden demnach automatisch als Erwachsene eingestuft und können erst nach Autorisierung durch die Eltern eines bereits existierenden Mitglieds aufgenommen werden.

Die Eltern sind es auch, die bestimmen, mit welchen Mitgliedern die eigenen Kinder kommunizieren dürfen. Ein E-Mail-Report informiert sie regelmäßig über die Aktivitäten ihres Nachwuchses. Ein eingebauter Sprachfilter, der obszöne Ausdrücke blockiert, sowie spezielle Richtlinien, die Apps und Plug-ins das Sammeln personenbezogener Daten von unter 13-Jährigen verbieten, tragen überdies zu einem sicheren Umfeld bei.

Für die Auswahl der Inhalte, darunter unter anderem Spiele, Videos, Bastel-Anleitungen oder auch Tratsch-und-Klatsch-Nachrichten, zeichnen Zachary und seine Freunde zum Teil selbst verantwortlich - getreu dem Motto "A social networking site created by kids, for kids!".

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