Mo, 18. Dezember 2017

Totalabsturz

02.01.2013 10:00

Skispringer aus Finnland nur noch Lachnummer

Was ist bloß mit den Finnen los? Die ehemals große Skisprungnation, die Stars wie Matti Nykänen oder Janne Ahonen hervorbrachte, ist zur Randnotiz im Weltcup-Geschehen verkommen. Sportlich läuft gar nichts mehr, im Klassement der Vierschanzentournee scheint mit Lauri Asikainen (im Bild) nur ein einziger Finne auf, zudem ist der Verband pleite, und die Funktionäre streiten.

Asikainen ist derzeit noch das Beste, was der finnische Skisprungsport zu bieten hat. Bei der Vierschanzentournee kam er in Oberstdorf allerdings nicht über Platz 49 hinaus, in Garmisch landete er als 27. immerhin noch in den Punkterängen. Der 23-Jährige ist noch dazu kein ausgebildeter Skispringer, sondern ein ehemaliger Nordischer Kombinierer, der 2008 die Lager wechselte.

Die übrigen drei Finnen bei der Tournee - Ville Larinto, Olli Muotka und Sami Niemi - wurden vom Trainer bereits nach Hause geschickt. Sie scheiterten in den ersten beiden Bewerben jeweils schon in der Qualifikation.

Finnland, eine der erfolgreichsten Skisprungnationen überhaupt, ist mit 16 Triumphen vor Österreich (13) der Rekordsieger bei der Tournee. Von Ruhm und Glanz ist im Moment aber nur noch wenig übrig. Im Nationencup, den Deutschland mit 2.056 Punkten elf Zähler vor Österreich anführt, scheinen die Finnen nur an der elften Stelle auf. Sie haben nur mickrige 148 Punkte auf dem Konto.

Mini-Budget in der Höhe von 100.000 Euro
Hinter den Kulissen zerfetzen sich die Finnen gegenseitig. Vor der Saison wurde das Budget für den heurigen Weltcup-Winter auf 100.000 Euro gekürzt. Mit dieser Summe wird es schon schwierig, die Reisekosten abzudecken. Coach Pekka Niemelä klagt daher: "Wir haben nicht nur eine sportliche, sondern auch eine finanzielle Krise."

Gegenwärtig rächt sich auch, dass der zerstrittene finnische Verband im Schatten der Erfolge seiner ehemaligen Stars die Nachwuchsarbeit vernachlässigte. Talente sind derzeit nicht in Sicht, eher hofft man auf ein Wiedererstarken der derzeitigen Mannschaft, mit der man laut Trainer Niemelä im besten Fall sogar um Olympia-Gold springen könnte.

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