Di, 17. Oktober 2017

Hundeattacke in OÖ

02.01.2013 13:42

63-Jähriger: „Haben mir die Fetzen heruntergerissen“

Ein 63-jähriger Oberösterreicher, der am Samstag im Bezirk Freistadt von drei Schäferhund-Dobermann-Mischlingen schwer verletzt worden war, muss wohl noch einige Zeit im Spital bleiben, um sich von der Attacke erholen zu können. Der Mann hatte einer Nachbarin bei Reparaturen an einem Auto helfen wollen, als ihn die Hunde plötzlich anfielen und ins Gesicht sowie in Rücken und Beine bissen. Dabei verlor der Mann ein Ohr. Die 52-jährige Besitzerin wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.

Die Tiere hatten dem Mann fast das ganze linke Ohr weggerissen und ihm sehr viele Bisswunden zugefügt, sagte die Stationsärztin der Unfallchirurgie, Claudia Thunhart, am Mittwoch. Ob das Ohr, das bis auf das Ohrläppchen fehlt, rekonstruiert werden kann, sei noch unklar, so die Medizinerin. Problematisch sei der Keimbefall in den Wunden, Sehnen oder Muskeln wurden nicht abgetrennt. Das abgebissene Ohr selbst habe man nicht mehr gefunden, erklärte das Opfer.

Der Mühlviertler hatte seiner älteren Nachbarin - die Mutter der 52-jährigen Hundebesitzerin - am Samstag mit ihrem Auto geholfen. "Ich hab' extra noch gefragt, ob die Tiere eh eingesperrt sind", betonte der 63-Jährige. Doch die Vierbeiner - entgegen ersten Informationen hatte es sich sogar um drei Hunde gehandelt - rannten plötzlich aus dem Haus und gingen sofort auf den Oberösterreicher los.

"Habe gewaltigen Biss gespürt"
"Die haben mir die Fetzen heruntergerissen. Am Kopf habe ich einen gewaltigen Biss gespürt", schilderte das Opfer die schlimmen Momente. Erst als die 52-Jährige aus dem Haus kam und sich zwischen ihre Hunde und den Nachbarn stellte, ließen die Tiere von ihm ab und rannten wieder ins Haus. Der 63-Jährige wurde zunächst ins Krankenhaus Freistadt gebracht und danach ins AKH Linz überstellt.

Der Mann will nun Schmerzensgeld von der 52-Jährigen fordern, zudem wurde sie angezeigt. Nachbarn, die den Verletzten im Spital besuchten, erklärten, dass man sich im Ort vor den Hunden, die normal immer eingesperrt seien, fürchte. Nun werde die Bezirkshauptmannschaft entscheiden, was mit den Vierbeinern geschehe, hieß es seitens der Polizei.

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