Do, 19. Oktober 2017

Ein Sieg fehlt noch

26.12.2012 10:54

Abfahrer kämpfen in Bormio um ersten Saisonerfolg

Die Weltcupabfahrt in Bormio am Samstag scheint für die ÖSV-Abfahrer wie gerufen zu kommen, um den in der WM-Saison noch fehlenden Abfahrtssieg zu schaffen, zählt doch die berüchtigte "Stelvio"-Piste zählt zu den Paradestrecken der Österreicher. Für die Österreicher geht es im WM-Ort 1985 und 2005 um den ersten Speed-Sieg des Winters.

Die Weihnachtspause der Abfahrer im Ski-Weltcup war traditionell kurz. Bereits am Mittwoch reiste der Tross nach Bormio, wo am Donnerstag und Freitag die Trainings für den Abfahrts-Klassiker am Samstag (jeweils 11.45 Uhr) auf dem Programm stehen. Für die ÖSV-Mannschaft geht es auf der berüchtigten Stelvio-Piste im WM-Ort 1985 und 2005, wo man seit 1993 in 21 Weltcup-Abfahrten zwölf Siege feiern konnte, um den ersten Speed-Sieg des Winters.

Trainer Berthold ist zuversichtlich
ÖSV-Herren-Cheftrainer Mathias Berthold hat seine Zuversicht für die Heim-WM in Schladming noch lange nicht verloren. "Wir werden eine geile WM fahren, davon bin ich überzeugt", sagte der Vorarlberger. Dass sein Speed-Team nach drei Abfahrten und drei Super-Gs nur bei einem zweiten und drei dritten Plätzen hält, ist für Berthold durch das fehlende Quäntchen Glück, aber auch durch die sommerlichen Trainingsrückstände von Klaus Kröll (im Bild während seiner Fahrt zu Platz drei im Vorjahr), Joachim Puchner und Matthias Mayer zu erklären. Vermissen werden die Österreicher auch in Bormio Max Franz, der nach überstandener Gehirnerschütterung erst im Jänner zurückkehren will.

Die jüngste Abfahrt am 15. Dezember in Gröden hat für die Österreicher ein Debakel gebracht (Bericht in der Infobox). "Mit Gröden waren wir natürlich nicht zufrieden, wobei das auch mit den Bedingungen dort zu tun hatte", sagte Berthold angesichts der wetterbedingt verkürzten Abfahrt, die sich dann auch noch zu einer Startnummern-Lotterie entwickelte.

Am Ende standen die ÖSV-Läufer dann schwer geschlagen da. Joachim Puchner war als Bester 13., die Blamage perfekt machte der achte Rang des Niederländers Marvin van Heek. "Dass dann der Holländer auch noch vorne reinfährt, war das i-Tüpfelchen. Das war natürlich eine Steilvorlage für die Medien", meinte Berthold mit einem Schmunzeln. "Eine gute Geschichte für die Presse, aber öfter sollte uns das natürlich nicht passieren."

Härteste Herausforderung der Saison
Bormio ist traditionell eine der härtesten Herausforderungen der Saison. "Bormio wird anscheinend eine sportliche Angelegenheit", meinte der 25-jährige Florian Scheiber vor seinem Bormio-Debüt. Der Tiroler ist aktuell Elfter im Abfahrts-Weltcup und damit hinter Kröll (Siebenter) zweitbester Österreicher. Neben Scheiber wollen sich in Bormio u.a. auch Georg Streitberger, Puchner, Mayer, Hannes Reichelt, Johannes Kröll und Romed Baumann für die WM-Abfahrt in Schladming empfehlen.

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