Fr, 15. Dezember 2017

Geständnis abgelegt

19.12.2012 16:21

Kinderporno-Besitz: 5 Monate bedingt für Linzer Polizisten

Ein Linzer Polizist ist am Mittwoch wegen des Besitzes und der Weitergabe kinderpornografischer Darstellungen zu fünf Monaten bedingter Freiheitsstrafe sowie einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt worden. Der 47-Jährige soll über elfeinhalb Jahre hinweg Bilder von mündigen sowie unmündigen Minderjährigen besessen bzw. durch Internet-Tauschbörsen anderen zugänglich gemacht haben.

Der Mann habe ein umfassendes Geständnis abgelegt und sei unbescholten gewesen, hieß es seitens des Linzer Gerichts. Zusätzlich zu der Strafe wurde ihm die Weisung erteilt, sich weiterhin einer bereits begonnenen Psychotherapie zu unterziehen. Der Strafrahmen für Besitz und Weitergabe von kinderpornografischem Material liegt bei bis zu drei Jahren.

Fremder fand Speicherkarte
Ans Licht waren die Taten per Zufall gekommen: Ein Fremder soll eine Speicherkarte gefunden haben, die der Beamte zuvor verloren hatte. Beim Versuch herausfinden, wem das Speichermedium gehört, entdeckte der Finder das verdächtige Material und brachte die Speicherkarte zur Polizei. Dort forschten die Beamten den Besitzer schließlich in den eigenen Reihen aus. Der 47-Jährige wurde Ende August in U-Haft genommen und im Oktober daraus entlassen, da es keine Tatbegehungsgefahr mehr gegeben habe (Berichte siehe Infobox).

Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs eingestellt
Vor Gericht warf die Staatsanwaltschaft dem Linzer vor, das Material beschafft, besessen und anderen zugänglich gemacht zu haben. Ermittlungen wegen des Verdachtes des Kindesmissbrauchs waren dagegen eingestellt worden. Ebenso das Verfahren gegen die Ehefrau des Polizisten, die ebenfalls ins Visier der Justiz geraten und vorübergehend in Untersuchungshaft genommen worden war.

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