So, 19. November 2017

7 Monate bedingt

17.12.2012 13:53

Mann mit Messer attackiert: Es war kein Mordversuch

Eine Wende hat es am Montag im Prozess gegen eine 39-jährige Oberösterreicherin gegeben, die im Mai bei einem Trinkgelage in einer Wohnung in Salzburg-Stadt einen Bekannten mit einem Messer schwer verletzt hatte. Das Geschworenengericht verurteilte die 39-Jährige nicht - wie von der Staatsanwaltschaft gefordert worden war - wegen versuchten Mordes, sondern wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung zu sieben Monaten auf Bewährung.

Die 39-Jährige war öfters in der Wohnung des Salzburgers zu Gast gewesen und hatte mit dem 62-Jährigen stets reichlich Alkohol konsumiert. In der Tatnacht im Mai kam es dann zu einem Streit zwischen den beiden.

Laut Staatsanwalt Karl Rene Fürlinger holte die stark betrunkene Frau - ein Alkotest bei ihrer Festnahme ergab 1,92 Promille - ein Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge aus der Küche. Damit ging die Oberösterreicherin auf den Mann los, stach mehrmals auf ihren Kontrahenten ein und traf den Pensionisten dabei im Gesicht und in der Brust. Der 62-Jährige erlitt schwere Verletzungen, lebensbedrohlich waren sie aber nicht.

Die Angeklagte hatte die Tötungsabsicht stets bestritten. Sie habe den Mann nicht töten, sondern mit dem Messer nur beeindrucken wollen, damit er sie gehen lasse, schilderte die Oberösterreicherin vor Gericht. Für eine absichtliche Tötung habe das Motiv gefehlt, erklärte Verteidigerin Karin Wintersberger.

Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Die Frau, die seit ihrer Festnahme in U-Haft saß, wurde nach dem Prozess sofort enthaftet. Die Probezeit beträgt drei Jahre.

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