Di, 21. November 2017

Gut zu wissen

13.12.2012 14:40

Hinter welchen Geschenken sich Tierleid verbirgt

Die teure Nachtcreme, die edle Winterjacke, die mollig-warme Kuscheldecke – zu Weihnachten werden wieder Wünsche wahr. Was Konsumenten jedoch oft nicht wissen: Hinter vielen Geschenken versteckt sich unglaubliches Tierleid. Vor allem bei an Tieren getesteten Kosmetika, Daunenprodukten und auch beim traditionellen Weihnachtsessen ist Vorsicht geboten. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" gibt Tipps, wie man das Weihnachtsfest ohne Tierleid gestalten kann.

Leider werden immer noch die Inhaltsstoffe vieler Produkte an Tieren getestet. Wer sichergehen möchte, dass kein Tier für ein Geschenk aus dem Kosmetikbereich gequält wurde, sollte beim Kauf auf entsprechende Siegel achten. Im österreichischen Handel gibt es zum Beispiel die "Veganblume" oder das Label "Kontrollierte Natur-Kosmetik" des Bundesverbandes der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V.

"Ist dieses Label an der Verpackung angebracht, ist das Produkt von Tierschutzorganisationen als in Ordnung befunden worden", erklärt Nikola Furtenbach, Kampagnenleiterin von "Vier Pfoten". Insgesamt gibt es vier von Tierschutzorganisationen empfohlene Labels, sie sind auf der Homepage der "Vier Pfoten" gelistet.

Statt Daunen hochwertige Alternativen wählen
Daunenprodukte sind ebenfalls beliebte Geschenke, sei es die neue Designerjacke oder eine scheinbar besonders warme Winterdecke. Da man jedoch leider nie ausschließen kann, dass sich im jeweiligen Produkt Daunen aus Lebendrupf befinden, sollte man von einem Kauf eines solchen Geschenks absehen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass für Daunenjacken oder Schlafsäcke Gänsen qualvoll bei lebendigem Leib das Federkleid ausgerissen wurde, ist sehr hoch. Zu jedem Daunenprodukt gibt es hochwertige Alternativen – sei es die Winterjacke aus modernem synthetischen Material oder die Decke aus schadstofffreier Bio-Baumwolle", betont Nikola Furtenbach.

Pelz gehört nicht unter den Christbaum
Zwar werden Pelzmäntel oder –jacken immer seltener gekauft, aber es gilt: Auch ein bisschen Pelz ist Tierquälerei. Der Pelzbesatz an der Kapuze einer trendigen Winterjacke oder der kleine Pelzbommel an einer schicken Wintermütze verursachen enormes Tierleid. Pelzkrägen, Applikationen oder sonstige "flauschige" Accessoires aus Marderhund, Fuchs oder Nerz basieren ebenso auf Tierquälerei. "Es gibt keinen ethisch korrekten Pelz. Wir appellieren daher an alle Verbraucher, diese Produkte nicht unter den Weihnachtsbaum zu legen – umso mehr, als es durchaus schicke Kunstpelz-Alternativen gibt, die wir wärmstens empfehlen können", sagt Nikola Furtenbach.

Vorsicht beim Kauf der Weihnachtsgans
Ebenfalls achtgeben sollten Konsumenten beim traditionellen Weihnachts-Gänsebraten. Sehr oft wird im Handel Fleisch aus der besonders grausamen Stopfmast angeboten, und zumeist findet sich auf der Verpackung kein Hinweis darauf. Besondere Vorsicht ist bei Produkten aus Ungarn geboten. "Wir empfehlen, nur Fleisch von der österreichischen Weidegans oder von unserer Positivliste zu kaufen. Denn in Österreich ist die Stopfmast verboten, somit kann man sich bei Fleisch aus Österreich sicher sein, dass keine Tierqual dahintersteckt", sagt Nikola Furtenbach.

Weihnachten kann auch vegetarisch sein
Nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch aufgrund von Umwelt- und Klimaverträglichkeit empfiehlt Nikola Furtenbach, zu Weihnachten ein vegetarisches Menü in Erwägung zu ziehen. "Es gibt wunderbare und wohlschmeckende Alternativen zur weitverbreiteten Weihnachtsgans. Jede Portion Fleisch weniger trägt direkt zu einer Verringerung der weltweiten CO2-Emissionen bei. Weihnachten ist ein Fest der Nächstenliebe – und dabei sollten wir nicht nur an unsere Mitmenschen denken, sondern auch an die Tiere, die diesen Planeten bevölkern."

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