Di, 21. November 2017

Route korrigiert

11.12.2012 12:33

Apple bessert Kartenfehler nach Polizeiwarnung aus

Apple hat nach einer Warnung der australischen Polizei einen potenziell lebensgefährlichen Fehler in seinem Kartendienst zumindest teilweise korrigiert. Wer sich jetzt eine Route in die Stadt Mildura anzeigen lässt, wird an den richtigen Ort geführt. Der Positionsanzeiger für die Stadt wurde allerdings Dienstag früh immer noch an der falschen Stelle mitten in einem Nationalpark angezeigt. Doch das ist vermutlich auf eine Eintragung in den offiziellen australischen Geodaten zurückzuführen.

Die Polizei im Bundesstaat Victoria hatte am Montag in ungewöhnlich scharfer Form zu Vorsicht bei der Nutzung von Apples eigenem Kartendienst gewarnt. Mildura war darauf etwa 70 Kilometer vom tatsächlichen Standort platziert worden. Da es in dem Nationalpark keine Wasserversorgung gebe und die Temperaturen 46 Grad erreichen könnten, handele es sich um eine "potenziell lebensgefährliche Angelegenheit", mahnte die Polizei.

In den vergangenen Wochen seien bereits mehrere verirrte Autofahrer gefunden worden, hieß es. Einige von ihnen seien bis zu 24 Stunden ohne Wasser gewesen und hätten auf der Suche nach Mobiltelefon-Empfang große Entfernungen durch gefährliches Gebiet zurückgelegt. So sei ein Mann kurz vor Einbruch der Dunkelheit in der Wildnis gelandet und habe sich nicht wieder zurückgetraut, aus Angst, nachts im Sand steckenzubleiben, berichtete die Zeitung "Guardian".

Der Online-Dienst "The Register" machte unterdessen die Behörden selbst als mögliche Fehlerquelle aus. Eine offizielle Website mit australischen Geodaten gibt tatsächlich die auf Apple-Karten angezeigte Position als "Mildura Rural City" an.

Fehlerhaftes Kartenmaterial
Apple hatte seinen eigenen Kartendienst mit der Markteinführung des iPhone 5 im September gestartet. Auch Millionen Nutzer älterer Geräte wechselten mit der Aktualisierung auf das neue Betriebssystem iOS 6 zu den Apple-Karten statt des bisherigen Google-Angebots. Sofort nach dem Start häufte sich Kritik, weil Anwendern viele Fehler, fehlende Details oder verzerrte Luftaufnahmen auffielen.

Apple-Chef Tim Cook entschuldigte sich bei den Kunden und empfahl, über das Internet Konkurrenzdienste etwa von Google oder Nokia zu nutzen, bis die Probleme behoben seien.

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