Mi, 18. Oktober 2017

"Schock sitzt tief"

11.12.2012 14:30

20 Verletzte bei Kollision zwischen Reisebus und Laster

Beim Zusammenstoß eines deutschen Reisebusses mit einem Lkw sind am Montagnachmittag bei St. Gilgen im Salzburger Flachgau 20 Menschen verletzt worden. Der Unfall geschah auf einer Bundesstraße in einer langgezogenen Kurve bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen. Die Reiseleiterin (61) erlitt schwere Verletzungen, 18 weitere Insassen sowie der Lkw-Lenker wurden leicht verletzt. "Der Schock sitzt tief", hieß es am Dienstag vom Reiseveranstalter.

Die 32 Urlauber aus dem Raum Mannheim und Heidelberg hatten eine fünftägige Reise zum Adventssingen nach Salzburg gebucht. Auf dem Rückweg von einem Ausflug ins Salzkammergut am Montag kam es dann gegen 15.15 Uhr zum Unfall. Bei dichtem Schneetreiben kam ein mit Schotter beladener Laster auf der Mondseer Straße in einer Kurve ins Rutschen, schlitterte quer über die Fahrbahn und prallte in den fast voll besetzten Reisebus. Der 38-jährige Buslenker hatte keine Möglichkeit mehr auszuweichen, beide Fahrzeuge stießen frontal zusammen.

"Fahrzeuge nicht zu schnell unterwegs"
"Die Straße war rutschig und mit Schnee bedeckt. Die beiden Fahrzeuge waren aber nicht zu schnell unterwegs", sagte Mathias Nier, Einsatzleiter der Feuerwehr St. Gilgen - die Wucht des Aufpralls war dennoch enorm. Neben der schwer verletzten Frau wurden nach Angaben des Einsatzleiters 19 weitere Personen leicht verletzt.

Der Lkw-Fahrer hatte bei dem Unfall großes Glück. "Das Führerhaus wurde erheblich beschädigt", so Nier, der Mann kam jedoch mit leichten Blessuren und dem Schrecken davon.

"Der Schock sitzt bei den Gästen und dem Fahrer tief"
Die Verletzten wurden vom Roten Kreuz in Krankenhäuser nach Salzburg und Bad Ischl gebracht - alle Urlauber, bis auf die schwer verletzte 61-Jährige, dürften nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa noch am Dienstag wieder entlassen werden. "Der Schock sitzt bei den Gästen und dem Fahrer tief", sagte der Reiseveranstalter Roland Grimm aus Mudau in Baden-Württemberg.

Zehn unverletzt gebliebenen Fahrgäste wurden nach dem Zusammenstoß in einem Feuerwehrhaus versorgt und dann mit einem Ersatzbus weiter nach Salzburg gebracht.

Großaufgebot an Einsatzkräften
Insgesamt standen zwei Notärzte, drei Sprengelärzte und mehrere Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes im Einsatz. Die Feuerwehr St. Gilgen war mit 48 Mann und sechs Fahrzeugen an der Bergung beteiligt. Der Rettungshubschrauber konnte wegen des schlechten Wetters nicht abheben.

Die Aufräum- und Bergearbeiten wurden zwischenzeitlich verzögert. Ein Kran konnte erst nicht zur Unfallstelle zufahren, da ein hängen gebliebener Lkw die Zufahrt verstellte.

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