Sa, 16. Dezember 2017

Nach Horror-Sturz

04.12.2012 16:25

Franz: "Von dieser Sekunde an ist alles wie ausgelöscht"

Der Hamburger ist fast eine größere Herausforderung als die Kitzbüheler Mausefalle. Weil der Mund immer noch nicht richtig aufgeht. "Und das Lachen", sagt Max Franz, "fällt auch richtig schwer." Nur etwas mehr als 48 Stunden nach seinem fürchterlichen Sturz auf der "Birds of Prey" flog er Montagnachmittag von Denver ab und kam am Dienstag daheim in Kärnten an. Die "Krone" durfte ihn auf seinem Heimweg begleiten.

"Krone": Max, wie geht's jetzt nach der langen Reise?
Max Franz: Das passt schon. Aber so schlecht ist es mir eigentlich nie gegangen. Im Krankenhaus hat mich mein Zimmernachbar gefragt, was passiert sei. Der hat selbst ausgeschaut, als ob ihn stundenlang ein Ninja-Kämpfer in die Mangel genommen hätte. Gegen den bin ich eine richtige Schönheit. Und die vielen Genesungswünsche haben mir ebenfalls total geholfen. Auch der Marcel Hirscher hat sofort geschrieben, dass ich nur ja möglichst rasch wieder gesund werden soll.

"Krone": Aber dein Gesicht sieht auch nach Ninja-Kampf aus...
Franz: Irgendwann war mir im Spital nach Waschen. Als ich mich dann beim Zähneputzen erstmals im Spiegel gesehen habe, bin ich schon richtig erschrocken.

"Krone": Auch vor den TV-Geräten sind Abertausende erschrocken, als sie deinen Sturz gesehen haben. Wie hast du ihn selbst erlebt?
Franz: Ich weiß eigentlich noch jede Einzelheit von meiner Fahrt. Doch nur bis zu dieser Kante, bei der das alles passiert ist. Von dieser Sekunde an ist alles schwarz. Wie ausgelöscht. Aber es ist sicher nicht tragisch, dass alles weg ist. Im Gegenteil.

"Krone": Willst du dir die Szenen einmal ansehen?
Franz: Sobald ich halbwegs fit bin und auch wieder richtig fernsehen darf, mache ich das ganz sicher. Ich habe mir auch die Situationen meiner früheren Fehleinschätzungen angesehen. Ich will schließlich wissen, wie das alles wirklich passiert ist.

"Krone": War dieser Sturz auch Folge einer Fehleinschätzung?
Franz: Ich glaube diesmal nicht. Ich habe das mit der Richtung nur nicht rechtzeitig hinbekommen, darum bin ich in das Tor reingekracht.

"Krone": Wirst du es jetzt in Zukunft vielleicht etwas ruhiger angehen? Mit weniger Risikobereitschaft?
Franz: Wenn ich das reduzieren wollte, würde es mich ohnehin nur wieder einholen. Das geht bei mir gar nicht anders. Ich bin so, wie ich bin - und so bleibe ich auch.

"Krone": Und dein Comeback? Ein Start nächste Woche in Gröden ist ausgeschlossen, und die Abfahrt in Bormio Ende Dezember gilt als eine der schwersten überhaupt...
Franz: Ich lass das einmal auf mich zukommen. Gröden wird für mich nicht in Frage kommen, das ist klar. Aber Bormio habe ich nicht so schlimm in Erinnerung. Schauen wir mal...

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