Do, 14. Dezember 2017

Verbot gefordert

03.12.2012 09:09

Schäferhund in Kärnten durch Schlagfalle getötet

Eine Hundebesitzerin aus dem Kärntner Granitztal trauert um ihren geliebten Vierbeiner. Der Belgische Schäferhund-Rüde "Gerry" wurde durch eine Schlagfalle getötet. Der Hund war leider auf dem elterlichen Anwesen ohne Aufsicht ein Stück in den Wald gelaufen. Tierfreunde sind empört, dass diese Jagdart noch immer erlaubt ist.

"Meine Eltern passen auf meinen Hund auf, wenn ich arbeite. Der Bauernhof liegt etwas abgeschieden in Gönitz. Gerry ist ein Stück in den Wald gelaufen und in die Falle geraten. Wir konnten ihm nicht mehr helfen, er war auf der Stelle tot", ist die Hundebesitzerin vollkommen geschockt.

Die Falle war zwar registriert, aber die Bewilligung soll erloschen sein. "Ich habe bei der BH Wolfsberg nachgefragt. Die Bewilligung ist Ende 2010 abgelaufen", erklärt Tierschutz-Ombudsfrau Ingrid Fischinger. Sie lehnt die Fallenjagd vehement ab und fordert deren Verbot: "Schließlich kann es ja auch passieren, dass Menschen dadurch zu Schaden kommen. Der Jäger hätte schon allein deshalb die Bewohner der umliegenden Gehöfte informieren sollen". Laut einer Tierärztin soll das nicht der einzige Fall sein.

Gerry wurde erst vor einem Monat Kärntner Landesmeister in der Begleithundeprüfung II und hat zahlreiche Turniere und Kurse mit seinem Frauerl absolviert. In Oberösterreich ist die Fallenjagd seit 2009 übrigens verboten, nachdem ein Mädchen (13) durch eine Falle schwer verletzt wurde. Auch im Rest Österreichs wäre es an der Zeit, diese Jagdform zu überdenken.

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