Sa, 16. Dezember 2017

Kerzen und Co

30.11.2012 14:32

So schützt du dein Tier vor Gefahren der Adventzeit

In der Adventzeit werden viele Häuser wieder vorweihnachtlich geschmückt. Wer mit Haustieren zusammenlebt, sollte bei der Dekoration auf jeden Fall darauf achten, dass diese tierfreundlich ist und sich kein Vierbeiner dadurch verletzen kann. Der Verein "Pfotenhilfe" gibt nützliche Tipps, was Tierhalter in der Vorweihnachtszeit beachten sollten.

Einige Weihnachtspflanzen wie Misteln sind giftig für nahezu alle
Tierarten, der Weihnachtsstern beispielsweise für Katzen, Hunde und
Meerschweinchen. Oft trinken Tiere auch aus den Blumenuntersetzern oder Gießkannen. Daher gilt, dass man sich für die jeweilige Tierart ansehen sollte, welche Pflanzen giftig sind, und diese entweder außer Reichweite des Tieres oder gar nicht aufstellen sollte.

Niemals unbeaufsichtigt mit Kerzen
"Tiere dürfen niemals unbeaufsichtigt mit brennenden Kerzen
alleine gelassen werden, da sie diese umstoßen oder - motiviert durch das Flimmern des Kerzenscheins - damit spielen könnten", informiert Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins "Pfotenhilfe". Verbrennungen des Tieres oder ein Wohnungsbrand können die Folge sein.

Das gilt natürlich auch für den Adventkranz. Bei diesem sollte auch darauf geachtet werden, dass die Tannenzweige unbehandelt sind. Ist dies beim Kauf nicht eindeutig, kann man einfach einen eigenen binden und schmücken. Bei Vögeln sollte er außerhalb ihrer Reichweite aufgestellt werden, da sich durch das Harz ihr Gefieder verkleben kann.

Windlichter schützen vor neugierigen Schnauzen
Vögel und Kleintiere knabbern auch gerne an Kerzen und Duftstäbchen, was im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Auch die Dämpfe können giftig für sie sein. Eine gute Möglichkeit ist es, Kerzen in Windlichtern unterzubringen, die nach oben hin mit einem Gitter bedeckt werden, das den Duft weiterhin durchlässt, nicht aber die Pfoten und Schnauzen der Tiere. Die Kerzen sollten zudem in einem Zimmer außerhalb des Nager- bzw. Vogelareals untergebracht werden.

Lichterketten und Glasdeko als Gefahr
Bei Nagetieren und Vögeln ist besondere Vorsicht bei Lichterketten
geboten. "Hier müssen die Kabel so verlegt werden, dass die Tiere
nicht daran knabbern können, da sie sich sonst tödlich
elektrisieren", so Weinand. Glasdekoration sollte immer außerhalb der
Reichweite von Haustieren angebracht werden, da die Tiere sie sonst hinunterwerfen und sich an den Scherben aufschneiden können.

Besonders Hunde, Katzen und Vögel werden von Kugeln angezogen.
Kleinere Schmuckobjekte können von Tieren verschluckt werden und sind deshalb auch entsprechend hoch aufzuhängen. Auch die Bänder zur Befestigung können bei Tieren zu gefährlichen Verletzungen führen, wenn sie damit spielen und sich verwickeln oder diese verschlucken. Bedenke bitte, dass Vögel und Katzen auch höher gelegene Stellen erreichen.

Ungefährlicher Dekoration den Vorzug geben
Glitzer-, Schnee- und Goldspray wird von manchen Tieren
abgeleckt und sollte daher in einem Haushalt mit Tieren
ausschließlich bei Doppelfenstern an der äußeren Innenscheibe
aufgebracht werden. Kiefernzapfen und unbehandeltes Holz hingegen sind schöne und ungefährliche Dekorationsmöglichkeiten.

Weihnachtsleckereien sicher aufbewahren
Gerade im Advent gibt es besonders viel Schokolade, Bäckereien und
Festessen. Vieles davon ist für Tiere ungesund, weil es mit Zucker
oder viel Fett gemacht ist. Dämpfe vom Raclettegrill können tödlich
für Kleintiere und Vögel sein, dieser sollte daher nur in anderen Zimmern mit geschlossener Türe und begleitet durch Lüften zum Einsatz kommen. Rosinen können bei Hunden und Katzen zu Nierenversagen führen und Schokolade ist für sie ebenso wie für
Vögel besonders giftig. Bewahre daher Essbares in sicher
verschlossenen Weihnachtsdosen auf.

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