Mo, 23. Oktober 2017

Klage droht

28.11.2012 09:26

Google-Chef Larry Page traf sich mit US-Kartellwächtern

Google-Chef Larry Page hat sich laut einem Medienbericht persönlich in die Verhandlungen mit US-Wettbewerbshütern eingeschaltet. Page habe sich am Dienstag mit der Handelskommission FTC getroffen, die derzeit ihre Ermittlungen gegen den Suchmaschinen-Primus abschließt. Google wolle die FTC überzeugen, dass der Konzern nicht gegen Wettbewerbsregeln verstoßen habe, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Laut früheren Berichten hatte FTC-Chef Jon Leibowitz Google zwar mit einer Wettbewerbsklage gedroht und Zugeständnisse eingefordert. Allerdings gebe es in der Behörde erhebliche Bedenken mit Blick auf die Erfolgsaussichten einer solchen Klage. Google verhandele bereits seit einer Woche über eine Einigung, schreibt die Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" jetzt.

Vorwurf: Google reiht eigene Dienste in Suchergebnissen vor
Bei den seit mehr als einem Jahr andauernden Ermittlungen geht es vor allem um den Vorwurf von Konkurrenten, Google benachteilige sie in seiner Internet-Suchmaschine zugunsten eigener Dienste. Der Konzern kontert, er betreibe die Suchmaschine für die Nutzer und nicht für andere Online-Dienste. Google hat eine dominierende Position im Suchmaschinen-Geschäft. Aber auch der Handy-Patentkrieg steht auf der Liste der Wettbewerbshüter: Sie prüfen, ob Googles Umgang mit Standardpatenten (siehe Infobox) rechtens ist.

Eine Klage gegen Google wäre der größte Wettbewerbsfall in der IT-Branche seit dem Vorgehen der US-Regierung gegen Microsoft in den Neunzigerjahren. Der Internet-Konzern Google wird unterdessen auch in Europa von der EU-Kommission in einer Wettbewerbsuntersuchung genau unter die Lupe genommen.

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