Mo, 18. Dezember 2017

Endlich zu Hause

27.11.2012 11:49

Bärenbaby "Nastia" zog in tiergerechtes Heim

Nachdem die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" im Juli diesen Jahres das vom ukrainischen Zoo Lutsk illegal an Tierhändler verkaufte Bärenkind "Nastia" erfolgreich retten konnte, durfte es nun endlich in ein tiergerechtes Zuhause ziehen. Gemeinsam mit ihrer Mutter "Masha" sollte Nastia in ein riesiges Gehege in der Nähe von Kiew übersiedeln - doch der Zoo Lutsk gab die Bärenmama nicht frei.

Vielen "Krone"-Lesern ging Nastias Geschichte sehr zu Herzen: Tierhändler in Winnyzja hatten die kleine Bärin im Mai diesen Jahres erworben, um sie als Touristen-Fotomodell weiterzuverkaufen. Die herzzerreißenden Videoaufnahmen der "Vier Pfoten" dokumentierten das grausame Szenario, als Nastia ihrer Mutter brutal entrissen wurde. Die kleine Bärin schrie markerschütternd und versuchte, sich zu wehren, während ihre Mutter panisch im Käfig daneben auf und ab lief (siehe Infobox).

Mutter und Tochter konnten nicht vereint werden
Nach der erfolgreichen Beschlagnahmung im Juli wurde Nastia zurück in den Zoo Lutsk gebracht, wo sich ihre Mutter Masha befindet. Wenngleich die Haltungsbedingungen keinesfalls für Braunbären geeignet sind, war das Hauptziel der Organisation die Wiedervereinigung von Mutter und Tochter. Da Masha aber bereits wieder tragend war, wäre eine Zusammenführung für Nastia zu gefährlich geworden.

Bärin wurde in artgerechtes Gehege gebracht
Am Dienstag war es nun so weit: Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" brachte die kleine Bärin vom Zoo in Lutsk in ein riesiges Gehege in Zhytomyr, 159 Kilometer von Kiew entfernt. Nach wochenlangen Bauarbeiten unter schwierigen Wetterbedingungen wurde damit das neue, in drei Segmente unterteilte Zuhause, das den Bären auf 10.000 Quadratmetern viel Platz, Bäume zum Klettern und einen Teich zum Schwimmen bietet, eingeweiht. Mutter Masha sollte eigentlich ebenfalls umziehen, doch es gab Probleme mit dem Zoo - die "Vier Pfoten" werden dazu noch nähere Informationen veröffentlichen.

Die "Vier Pfoten" berichteten via Livestream von der Übersiedlung. Interessierte können Nastias erste Schritte in ihr neues Leben im DVR-Modus nachträglich miterleben.

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