Di, 21. November 2017

„7-7-7“-Tour

24.11.2012 17:00

Mit Popstar Rihanna auf chaotisch-verrückter Flugreise

R&B-Weltstar Rihanna wollte ihr neues Album "Unapologetic" mit Fans und Journalisten in luftigen Höhen feiern - dabei lieferte der millionenschwere Weltstar aber eine veritable Bruchlandung ab.

Es hätte das größte Ereignis werden sollen, das die schwächelnde Musikbranche seit Langem gesehen hat. In Zeiten der Krise, in denen Häppchen bei CD-Präsentationen schon eine Überraschung geworden sind, wollte man den schillerndsten Diamanten der Hitparaden richtig feiern: R&B-Queen Rihanna. Für ihr neues Album "Unapologetic" sollten sie, ihre Fans und eine Armada an Journalisten aus der ganzen Welt, insgesamt 150 Passagiere, auf Wolke 7 schweben. "7 Länder - 7 Konzerte - 7 Tage" lautete das Motto an Bord ihrer Boeing 777.

Dekadenz und Diamanten
Beim Start in Los Angeles hatte auch alles noch recht sonnig ausgesehen. Die Fans sorgten für gute Laune an Bord. Für die beste Stimmung aber sorgte die Pop-Lady selbst: Als heiße "Stewardess" stattete sie der Economy Class einen Besuch ab und kredenzte den Fans Champagner – es lebe die Dekadenz! "Fast wie ein Präsident" fühle sie sich, schmunzelte Rihanna, umringt von Kameras und Handys.

Auch mit amüsanten Bord-Ansagen ging sie auf Tuchfühlung mit ihren "7-7-7"-Mitstreitern, für die sie sogar Geschenke parat hatte: u.a. "ein Armband, das wirklich billig und einfach aussieht, aber es wurde ein klitzekleiner Diamant eingearbeitet. Damit ihr nicht sagen müsst, in eurem Leben nie einen Diamanten geschenkt bekommen zu haben", erklärte Rihanna selbst – passend zu ihrer Hitsingle "Diamond".

Chaos und Verspätungen
Doch da wusste keiner, dass es das Letzte sein würde, was man von Rihanna an Bord ihres Partyfliegers hören und sehen würde. Schon bald schien die Feier dem Flugzeug hinterherzurennen. Bereits in Mexiko City landete die Meute mit stundenlanger Verspätung – wurde aber mit einem schweißtreibenden Konzert der Hitlieferantin entschädigt.

Ab dann begann das große Warten: Toronto, Stockholm, Paris, Berlin, London und zum Schluss New York – stundenlang harrten die "7-7-7"-Passagiere in Bussen, Check-in-Schlangen, Konzerthallen und im Flieger aus. Die Stimmung ging im Chaos verloren – und Rihanna dachte gar nicht daran, sie zu retten. Ganz im Gegenteil: Nach einer ausgedehnten Partynacht in Stockholm schlief sie sich im Gegensatz zu allen anderen fünf Stunden länger aus – und so hieß es wieder warten für ihre Fans.

Meuterei auf der Boeing
Schließlich wurde die Wolke 7 zu einer echten Gewitterwolke – die Müdigkeit und der Frust führten zur Meuterei im "Rihanna-Gefängnis", wie das renommierte Musikmagazin "Rolling Stone" erschöpft notierte. Die Fans brüllten an Bord nach "Ri-Ri-Rihanna", die seit Tagen auf Wortspenden der Sängerin wartenden Journalisten forderten lautstark "Rette unsere Jobs, Rihanna". Auf Twitter bettelte jemand: "Befreit die Rihanna-149". Doch aus der First Class blieb es stumm. Für Abwechslung sorgte nur ein ausgeflippter australischer Radio-DJ, der splitterfasernackt durch die Kabine flitzte.

Aus dem Popstar-Traum wurde ein Albtraum, der Albumtitel "Unverfroren" Programm. Das Musikbusiness wollte wieder einmal nahe an der Sonne fliegen – und hat sich dabei ein bisschen verbrannt...

Am 9. Juli holt die "Krone" Rihanna das erste Mal in die Wiener Stadthalle. Tickets für die garantiert sexy Show gibt es unter 01/960 96 999 und im "Krone"-Ticketshop.

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