Sa, 21. Oktober 2017

Mega-Hauptquartier

22.11.2012 08:41

Bau von Apples „Raumschiff“ verzögert sich

Apple wird seine neue riesige Firmenzentrale in Cupertino wohl erst später als geplant beziehen können. Der Konzern habe bis zuletzt Veränderungen an dem noch von Gründer Steve Jobs ins Leben gerufenen Projekt vorgenommen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch. Damit hätten sich auch die nötigen Genehmigungen verzögert. Derzeit sei ein Einzug Mitte 2016 wahrscheinlicher als der ursprünglich genannte Termin im Jahr 2015.

Apple habe erst im November einen neuen Bauplan eingereicht, damit sei ein Baubeginn im kommenden Jahr nur möglich, wenn alles glatt laufe, sagte Cupertinos City-Manager David Brandt. "Das Projekt läuft etwas langsam." Bei den jüngsten Änderungen sei aber nicht am Kern des Projekts gerüttelt worden, hieß es. Es ginge um Details wie etwa mehr Parkplätze oder die Anordnung zusätzlicher Gebäude.

Das geplante Hauptquartier ist ein kreisrundes Gebäude mit insgesamt acht Stockwerken - vier davon ober-, vier unterirdisch - und einer Parklandschaft mit 6.000 Bäumen drumherum. In der weitgehend verglasten Zentrale, die in etwa so riesig ist wie das US-Verteidigungsministerium Pentagon, sollen rund 12.000 Mitarbeiter Platz finden. Der Strom kommt aus einem eigenen Kraftwerk.

Der bereits schwer kranke Jobs hatte wenige Monate vor seinem Tod noch persönlich vor dem Stadtrat von Cupertino für das Mega-Projekt geworben (siehe Infobox). "Es sieht so aus, als ob ein Raumschiff gelandet wäre", sagte er bei dem Auftritt im Juni 2011 und kündigte an, "das beste Bürogebäude der Welt" bauen zu wollen. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen.

Der neue Campus soll unweit des alten entstehen, wo derzeit rund 2.600 Menschen arbeiten. Dieser alte Campus bleibe bestehen, sagte Jobs. Umziehen sollen die Mitarbeiter in den angemieteten Gebäuden in der Umgebung. Das Land für den Neubau hat Apple vom nicht weit entfernt sitzenden Computerkonzern Hewlett-Packard gekauft.

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