Di, 12. Dezember 2017

Raumdüfte

01.12.2017 17:57

Duftende Seelenwärmer für die kalte Jahreszeit

Es duftet wieder in den heimischen Wohnräumen! Gerade in den kalten Monaten feiern Raumdüfte in den verschiedensten Zusammensetzungen Hochsaison. Mit gutem Grund. Denn erst der richtige und gut abgestimmte Winterduft macht das Kuscheln an grauen Tagen in den eigenen vier Wänden so richtig gemütlich.

Und dabei handelt es sich keineswegs um eine bloße Einbildung, sondern um wissenschaftlich untermauerte Fakten. Der Geruchssinn ist nicht nur der einzige unserer Sinne, den wir nicht willkürlich abstellen können, sondern er dringt auch direkt in das Unterbewusstsein ein und löst aufgrund verschiedener Vorgänge im Gehirn unmittelbare Empfindungen und Gefühle hervor. Die Duftforschung belegt, dass der Mensch in der Lage ist, mehrere tausend Gerüche zu unterscheiden und jahrelang im Gedächtnis abzuspeichern. Viele Erinnerungen sind z.B. ganz eng mit bestimmten Gerüchen verbunden - und bleiben auch derart gespeichert.

Wie angenehm oder unangenehm ein Duft empfunden wird, hängt also stark mit der Verknüpfung von Erlebtem ab. Umgekehrt kann aber auch durch Gerüche das Fühlen beeinflusst werden.

Was wir bei Kälte riechen wollen
Im Herbst und Winter gelten all jene Duftmischungen als besonders gefragt, die wärmend wirken, wie zum Beispiel Vanille, Zimt, Orange und Zitrusfrüchte. Viele diese Duftnoten verbinden wir in erster Linie mit gebackenen Köstlichkeiten oder wärmenden Tees und empfinden sie daher als besonders angenehm. Doch diese Duftaromen - eine gute Qualität der Duftöle vorausgesetzt - können noch eine ganze Menge mehr: Vanille wirkt z.B. nicht nur wärmend, sondern auch erheiternd. Zimt belebt den wintermüden Geist und stärkt auch gleich die Nerven. Ein frischer Zitronenduft vertreibt ebenso wie Mandarinenduft Herbstblues und Schwächegefühle. Und Bergamotte soll in der Erkältungszeit die Luft desinfizieren.

Weniger ist mehr und Natürlichkeit Trumpf
Vorsicht bei allen Mentholdüften wie z.B. Eukalyptus: Diese dürfen stets nur sehr sparsam verwendet werden, da sie sehr intensiv wirken. Grundsätzlich gelten für alle Aromanoten folgende Grundsätze: Weniger ist oft mehr und zu starke Beduftung kann zum Gegenteil führen (z.B. Kopfschmerzen). Natürlichen Aromaölen ist der Vorzug vor synthetischen Duftstoffen zu geben. Und: Auch der hochwertigste und entspannendste Raumduft kann das regelmäßige Lüften der Räume nicht ersetzen!

Klassiker Duftkerze
Raumdüfte lassen sich mit verschiedensten Mitteln im Raum verteilen. Im Herbst und Winter sind besonders Duftkerzen äußerst beliebt. Zum einen, weil sie neben dem Wohlgeruch auch gleich das sanfte Kerzenlicht mitliefern, zum anderen, weil der Duft auf einfachste Weise im Raum verteilt wird. Bei Duftkerzen wird das Kerzenwachs mit Duftstoffen versetzt, der Raumduft selbst wird durch den Docht und die Flamme an die Umgebung abgegeben.

Allerdings sind die Qualitätsunterschiede bei Duftkerzen, schon allein aufgrund des vielfältigen Angebots, enorm. Duftkerzen, die mit echten Ölen versetzt sind, sind nicht nur teurer, sondern auch von der Duftauswahl eher beschränkt: Bratapfel-Duft wird hier - im Gegensatz zu synthetisch erzeugten Duftnoten - nicht zu finden sein.

Tipps: Duftkerzen mit natürlichen Aromaölen kann man auch selbst anfertigen: Kerzenreste schmelzen und dem flüssigen Wachs einige Tropfen des ätherischen Öls beimischen, eventuell auch Docht beträufeln, in Form gießen und abkühlen lassen. Wer Lust dazu hat, kann die Kerze anschließend verzieren, z.B. mit getrockneten Blütenblättern. Hochwertige Kerzen mit echtem Bienenwachs verströmen beim Abrennen übrigens meist ganz von selbst einen sehr angenehmen Geruch.

Sonstige Duftspender
Raumduft kann auch mit Hilfe von sogenannter Raumduft-Diffusoren verteilt werden: Dabei werden die Duftnoten durch dünne Holzstäbchen kontinuierlich an die Umgebung abgegeben. Großer Vorteil: Es handelt sich dabei um eine Kaltverdunstung, das heißt, es ist zur Dufterzeugung keine Wärmezufuhr (wie z.B. bei der Duftlampe) erforderlich. So können die Diffusoren beruhigt auch unbeaufsichtigt bleiben. Die Intensität des Geruchs wird durch die Anzahl der Holzstäbchen gesteuert.

Wer kennt nicht die kleinen Duftlampen in den verschiedensten Motiven - von Kitsch bis Kunst -, die es gerade jetzt überall zu kaufen gibt? Hier werden ätherische Öle mit Wasser versetzt und in die Duftlampe gefüllt, unterhalb der Schale wird dann ein Teelicht angezündet. Der Duft entsteht, wenn die Flüssigkeit zu verdampfen beginnt. Der derart abgegebene Duft kann sehr intensiv werden - und hier liegt auch schon der häufigste Fehler, der dabei gemacht wird: Anfangs wird der Geruch nur schwach wahrgenommen, da die eingefüllte Flüssigkeit noch nicht verdampft ist, und häufig Duftöl "nachgetröpfelt". Entfaltet sich dann die Duftwirkung voll, ist das Ergebnis in vielen Fällen zu intensiv.

Tipps: Ein bis zwei Tropfen reichen meist für einen angenehm-dezenten Geruch völlig aus. Die Duftlampen lassen sich auch mit Duftwachs befüllen, das beim Verschmelzen den gewünschten Duft abgibt. Wichtig: Hochwertige, reine Duftöle verwenden, Vorsicht bei künstlich-synthetischen Mischungen!

Duft-Tipps zum Selbermachen

  • Echte Vanilleschoten: Werden gerne zum Backen verwendet. Die ausgekratzten Schoten nicht wegwerfen, sondern (versteckt) in Küche oder Wohnräume platzieren. Verströmen einen natürlich-angenehmen Geruch.
  • Geheimtipp Myrtenöl: Gibt man einige Tropfen davon in das Putzwasser, wird jeder schlechte Raumgeruch beim Abwischen von Boden und Kacheln entfernt; in der Duftlampe verbreitet das Öl einen besonders angenehm-dezenten Duft.
  • Raumduft individuell: Raumdüfte kannst du einfach und kostengünstig auch selbst machen. Als Stäbchen für die Kaltverdunstung eigenen sich übrigens auch (saubere!) Stäbchen aus dem China-Restaurant oder der Sushi-Bar sehr gut. Für den Raumduft werden dann einige Tropfen des ausgewählten ätherischen Öls mit Wasser und Alkohol (z.B. Weingeist) gemischt. Experten-Tipp: Stets nur ein Öl verwenden, nicht mehrere mischen! In Bezug auf das beste Verhältnis von Alkohol und Wasser schwanken die Meinungen - am besten selbst ausprobieren oder das Netz nach Anleitungen durchforsten. Noch einfacher geht es, wenn man die Stäbchen gleich direkt mit dem Öl beträufelt, in ein Glas steckt und je nach Bedarf neu beträufelt.
  • Tee als Duft: Viele (gute) Teesorten enthalten ebenfalls ätherische Öle. In die Schale der Duftlampe werden Teeblätter mit heißem Wasser gefüllt und das feine Teearoma entfaltet seinen Duft - je nach gewählter Sorte.
Hilde Lang
Hilde Lang
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