Sa, 25. November 2017

Grüne Elektronik

19.11.2012 13:57

RIM in Greenpeace-Ranking erneut Öko-Schlusslicht

Im Hinblick auf das beginnende Weihnachtsgeschäft hat Greenpeace am Montag eine neue Version seines Ratgebers "Grüne Elektronik" veröffentlicht. Für diese bereits 18. Ausgabe wurden erneut internationale Elektronikmarken unter die Lupe genommen, dabei wurde die Umweltbelastung ihres gesamten Herstellungsprozesses untersucht. Das Ergebnis des Rankings ist ernüchternd und der Umweltschutzorganisation zufolge höchst klimaschädlich.

Denn immer noch werde verstärkt auf fossile Energiequellen statt auf erneuerbare Energieträger gesetzt, so Greenpeace. Der indische Elektronik-Hersteller Wipro schneidet dabei im Vergleich zu den anderen 15 geprüften Herstellern am besten ab, gefolgt von HP, Nokia, Acer und Dell. Auf dem letzten Platz findet sich wie schon beim Ranking des Vorjahres der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM).

"Unser regelmäßiges Ranking hat in der Vergangenheit bereits einige Elektronik-Hersteller dazu angespornt, ihre Unternehmenspolitik 'grüner' zu gestalten und so beispielsweise auf den Einsatz gefährlicher Chemikalien zu verzichten. Bei den Energie-Kriterien hinken viele Hersteller jedoch immer noch ihren Möglichkeiten hinterher", so Greenpeace-Elektronikexpertin Claudia Sprinz.

Indische Wipro beschämt westliche Hersteller
Das erste Mal dabei und gleich Bester des diesjährigen Rankings ist Wipro. Der indische Hersteller habe besonders durch seine Bemühungen um eine grünere Energiepolitik, beispielhaftes Recycling und bei der Vermeidung von gefährlichen Chemikalien die Nase vorne.

"Die indische Marke Wipro ist in puncto ökologischer Elektronikherstellung richtungsweisend. Besonders im Hinblick auf westliche Standards ist das Ergebnis unseres aktuellen Checks beschämend und sollte US-amerikanischen, europäischen, japanischen und besonders dem Schlusslicht unseres Rankings, dem kanadischen Hersteller RIM, zu denken geben", so Sprinz.

Der Blackberry-Hersteller erzielte im Bereich Energie nur "kümmerliche zwei von 32 möglichen Punkten", so Greenpeace in einer Aussendung vom Montag. RIM habe hier im Vergleich zu seinen Mitbewerbern noch viel Aufholbedarf.

Viel Verbesserungspotential
Viel zu verbessern - insbesondere beim Einsatz von erneuerbaren Energieträgern - gibt es auch für bekannte Hersteller wie Toshiba (Rang 15 von 16), Sharp und HCL Infosystems (gemeinsam auf Rang 13), LG Electronics (Rang 12), Panasonic (Rang 11), Philips (Rang 10), Lenovo (Rang 9), Sony (Rang 8), Samsung (Rang 7) oder Apple (Rang 6).

"Die Elektronik-Industrie erzielt - nicht zuletzt aufgrund des Weihnachtsgeschäftes - jährlich Milliardenumsätze. Würde die bei der Produktion benötigte Energie anstelle mit Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken, mit erneuerbaren Energieträgern produziert werden, könnte zum Klimaschutz ein bemerkenswerter Beitrag geleistet werden", so Sprinz.

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