Mi, 13. Dezember 2017

Keine Spur von Reptil

11.11.2012 19:08

Zweifache Mutter in OÖ auf Couch von Schlange gebissen

Riesenschreck für die 20-jährige Jacqueline O. aus dem oberösterreichischen St. Florian am Inn. Die zweifache Mutter wurde Sonntag früh auf ihrer Wohnzimmercouch von einer Schlange in den Oberschenkel gebissen. Die Frau brachte nach der Attacke rasch ihre erst vier Monate alten Zwillinge in Sicherheit, alarmierte daraufhin die Feuerwehr und fuhr ins Spital. Die Einsatzkräfte durchsuchten zwar stundenlang das Haus, fanden aber keine Spur mehr von dem Reptil.

"Ich bin in der Früh mit meinem Baby Joel auf der Couch gelegen. Auf einmal hat sein Zwilling, der Jan, im Bett geschrien. Ich wollte aufstehen, da hab ich einen brennenden Schmerz oben am Oberschenkel gespürt. Ich bin aufgesprungen, da ist eine Schlange unter der Decke hervor- und blitzschnell weggekrochen", schilderte Jacqueline ihre unliebsame Begegnung der schuppigen Art.

"Schon Schlangengift im Blut, aber nichts Ernstes"
Sofort packte die 20-Jährige ihre Zwillinge, alarmierte die Einsatzkräfte und flüchtete zu ihrer Mutter Claudia. Danach begab sie sich in ärztliche Behandlung, wurde aber bereits wieder in häusliche Pflege entlassen. "Die Ärzte haben gesagt, dass schon Schlangengift im Blut war, aber dass es nichts Ernstes ist. Mir ist aber noch schwindlig", so die zweifache Mutter.

Weil unklar war, ob sich das Reptil nach dem Biss im Haus verkrochen hatte oder ins Freie entkommen war, wurde das Gebäude stundenlang durchkämmt - jedoch ohne Erfolg. Um welche Schlange es sich bei der Attacke gehandelt hatte, ist daher noch nicht restlos geklärt.

Ringelnatter laut Experten "am wahrscheinlichsten"
Während Johann Hamminger, Kommandant der Feuerwehr, eine Kreuzotter als möglichen Übeltäter für vorstellbar hält - diese könnte in einem nahe gelegenen Steinbruch leben -, gibt es für den Schlangenexperten Hans Esterbauer aus Steyr durchaus mehrere Möglichkeiten. "Aufgrund der Beschreibung war es möglicherweise eine Glattnatter. Es könnte aber auch eine junge Äskulapnatter gewesen sein oder eine Kreuzotter kurz vor der Häutung. Am wahrscheinlichsten ist aber, dass es eine Ringelnatter (Symbolbild oben) war", so der Schlangenliebhaber.

Der Vorfall an sich überrascht jedoch selbst den erfahrenen Experten. "Wie das Tier unter die Decke gekommen ist, ist mir schleierhaft. So etwas ist wirklich total ungewöhnlich. Am ehesten dient noch zur Erklärung, dass Schlangen wärmeliebende Tiere sind. Vielleicht wohnt das Tier ja im Haus", so Esterbauer.

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