So, 19. November 2017

Geparden ausgebüxt

09.11.2012 11:26

Verfahren gegen Salzburger Zoo-Chefin eingestellt

Das Strafverfahren gegen die Direktorin des Zoos Salzburg, Sabine Grebner, im Zusammenhang mit dem aufsehenerregenden Gepardenausbruch vom 5. Juni 2012 ist eingestellt worden. Der Verdacht einer "Gefährdung der körperlichen Sicherheit" habe sich nicht erhärtet. "Das Verfahren ist aus beweismäßigen Gründen eingestellt worden", erklärte am Freitag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg.

An jenem 5. Juni hatte sich eines von zwei entlaufenen jungen Gepardenweibchen einer Spaziergängerin auf eineinhalb Meter genähert. "Die Frau ist mit ihrem Hund gegangen. Als sie den Geparden sah, ist sie auf eine Bank gestiegen. Der Gepard ist davongelaufen, ohne sie angegriffen zu haben", erklärte Staatsanwaltschaft-Sprecherin Barbara Feichtinger. Die Polizei hatte damals als Ausbruchsursache eine unzureichende Sicherung des Geheges vermutet.

Am 1. Juli riss dann erneut eine der beiden Raubkatzen aus. Das Jungtier war durch ein Loch im Zaun geschlüpft. Am 26. August entkam zudem ein Luchs. Das Tier kletterte über einen dreieinhalb Meter hohen Zaun, der gesicherte Überhang stand nicht unter Strom. Der Ausreißer wurde nach drei Tagen eingefangen. Bezüglich der Ausbrüche vom 1. Juli und 26. August war allerdings kein Strafverfahren gegen die Zoodirektorin eingeleitet worden, sagte die Staatsanwältin. Verletzt wurde niemand.

Neues Gehege befindet sich in Bau
Der Zoo Salzburg hat mittlerweile den Sicherheitsstandard erhöht. Derzeit wird ein neues Gepardengehege gebaut. Die sieben Raubkatzen wurden vorübergehend in anderen Tiergärten untergebracht. "Die neue Anlage wird voraussichtlich im Frühjahr eröffnet, wenn der Schnee weg ist", kündigte Zoo-Sprecherin Christine Beck am Freitag an.

Zwei erwachsene Weibchen und zwei erwachsene Männchen werden einziehen. Die insgesamt drei Jungtiere dürften bis dahin in anderen Zoos einen Stammplatz bekommen haben. Das neue Gehege bleibt von der Fläche her gleich groß wie das alte, erklärte Beck.

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