Mo, 20. November 2017

Suizid vorgetäuscht

07.11.2012 17:36

26-Jährige in OÖ mit Kabel erdrosselt - Ex-Freund in Haft

Ein getarntes Gewaltverbrechen und nicht wie ursprünglich angenommen ein Selbstmord soll sich am 22. Oktober in Auberg im oberösterreichischen Bezirk Rohrbach ereignet haben. Damals war eine 26-Jährige tot aufgefunden worden. Doch die Frau dürfte sich nicht selbst erhängt haben - ihr Ex-Freund soll sie aus verschmähter Liebe erst erdrosselt und dann ihren Selbstmord vorgetäuscht haben. Am Dienstagnachmittag wurde er verhaftet.

Die Leiche der 26-jährigen Sandra R. - sie war in einer Zigarettenpapierfabrik in St. Peter am Wimberg beschäftigt gewesen - wurde vor rund zwei Wochen gegen Mitternacht von einer Kollegin und einer Nachbarin in ihrer Wohnung gefunden. Die Tote hing an dem Elektrokabel eines Haarglätters, stranguliert an der Klinke der Badezimmertür.

"Man kennt doch seine Kinder"
Zunächst deutete alles auf Selbstmord hin. Doch die Eltern wollten sich nicht damit abfinden, dass ihre so lebensfrohe Tochter plötzlich den Freitod gewählt haben soll. "Man kennt doch seine Kinder", so Hilde R., die Mutter der 26-Jährigen. Das Ehepaar intervenierte beim örtlichen Polizeiposten so lange, bis die Mordkommission des LKA Oberösterreich endlich eingeschaltet und die Leiche der jungen Frau obduziert wurde. Die Untersuchungsergebnisse ließen schließlich auch die Ermittler an der Selbstmordtheorie zweifeln.

Bei den Recherchen im Familien- und Freundeskreis fanden die Beamten heraus, dass ihr 29-jähriger Ex-Freund, von dem sich Sandra R. vor vier Jahren getrennt hatte, wieder unbedingt eine Beziehung mit ihr eingehen wollte - die hübsche Frau hatte sich erst vor etwa vier Monaten von ihrem aktuellen Freund getrennt.

Verdächtiger verweigert jegliche Aussage
Der 29-Jährige sah seine Chance, wollte Sandra zurückgewinnen, doch sie weigerte sich - laut Kripo dürfte das ihr Todesurteil gewesen sein. So soll der Verdächtige Sandra R. erst erdrosselt und dann eiskalt ihren Selbstmord vorgetäuscht haben.

Der 29-Jährige wurde am Dienstag um 16.30 Uhr in Walding verhaftet. Der Beschuldigte befindet sich seither in Polizeigewahrsam, doch trotz belastender DNA-Spuren am Tatort verweigert der Mann bislang jegliche Aussage.

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