Sa, 16. Dezember 2017

Kredit als Motiv

06.11.2012 11:38

Ermittlungen gegen Ortschef in OÖ: Sitzung erfunden?

Die oberösterreichische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Bürgermeister von Schildorn, Georg Schoibl (ÖVP), wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs und möglicher Urkundenfälschung, erklärte Behördensprecher Alois Ebner am Dienstag. Der Ortschef und sein Amtsleiter sollen im Jahr 2009 eine Gemeinderatssitzung erfunden und die Protokolle dazu gefälscht haben, um einen Bankkredit für den Bau einer Mehrzweckhalle zu erhalten.

"Es gibt keine Indizien dafür, dass wir am 2. September 2009 eine Sitzung hatten", so SP-Fraktionsvorsitzende Silvia Reiberstorfer-Daxdobler. Dabei soll im Zuge der Sitzung ein 1,9-Millionen-Euro-Kredit für einen Turnsaal, der schon in Betrieb ist, beschlossen worden sein. Nach einer Anzeige von der Gemeindeaufsicht ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis.

Die Beschuldigten weisen laut ORF den Vorwurf zurück. Sämtliche Entscheidungen rund um die Darlehensaufnahme seien "auf breiter Basis und unter Einbeziehung sämtlicher im Gemeinderat repräsentierten Fraktionen erfolgt", wird Schoibl zitiert. Das Projekt sei ordnungsgemäß abgewickelt worden und der Gemeinde Schildorn dadurch kein Schaden entstanden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden