Mo, 20. November 2017

Carla is back

04.11.2012 09:00

Carla Brunis Cover-Comeback auf der aktuellen „Elle“

Sie hat wieder die Katzenaugen. Sie wird jedem die Augen auskratzen, der ihre Kinder mit der Kamera abschießt. Katze Carla, schon wieder ein neues Leben.

Bilder wie ein gefundenes Fressen. Klingt kannibalisch, ist aber nur Voyeurismus. Bilder von Carla Bruni, am besten noch aus dem Wochenbett und unbedingt mit der neugeborenen Tochter: ganz oben auf der Preisliste. Sie geht zum Kinderarzt. Dieses Gesicht! Was ist das denn? Botox? Rotwein? Ein Unfall? Eine Schwangerschafts-Krankheit? Carla Bruni ist wieder schön. Schau! Dazu ihr erstes Interview nach der Geburt und nach dem Auszug aus dem Élysée-Palast. Sie schnaubt vor Wut. Noch immer. Das hat sehr wehgetan. Das mit den Fotos.

Mutter und neugeborenes Kind, das ist eine heilige Zeit. Stark wie eine Löwin fühlst du dich und so verwundbar zugleich. Das hat saumäßig wehgetan, das mit den Fotos, sagt Carla Bruni. Am liebsten nicht mehr aus dem Haus gehen. Matt, schwach, ins Kissen weinen. Die Meute sagte: Jetzt macht sie auch noch Wahlkampf-Werbung für Sarkozy. Mit dem verquollenen Gesicht und dem Kind und den schlabbrigen Klamotten über einem Körper, der dem Supermodel so gar nicht mehr ähnlich sieht.

Carla is back
Aber jetzt. Carla back auf dem Cover von "Elle". Wie warme Semmeln läuft das Heft. Wie immer, wenn Carla drauf ist. Die Franzosen sind geteilter Meinung: ob sie sie mögen oder nicht, die vorige First Lady. Sehen will man sie auf jeden Fall. Und die Kinder!

Die zeigt sie aber nicht her. Aurelien, der Schulbub, und Giulia, das späte Mädchen. Aber die war doch früher auch nicht so zimperlich, die Bruni! Die Affären von Mick Jagger bis zu diesem Ungustl Donald Trump. Die Nacktfotos, die im Keller des Élysée-Palastes entstanden. Schon, aber das war IHR Körper. Ihr Spiel mit Feuer, Öffentlichkeit, Kunst und Glamour. Die Kinder dem Publikum zum Fraß vorwerfen, das ist etwas anderes. Aber das respektiert diese kannibalische Paparazzi-Zeit nicht.

Carla Bruni, im Dezember 45, das Leben ist wieder schön. Selbst wenn die Franzosen Sarkozy in den Élysée-Palast zurückbetteln würden: eher nicht, sagt sie. Der Mann verdient inzwischen mit seiner Kanzlei und seinen Vorträgen mehr als genug. Viel mehr, als man in so düsteren Zeiten einem Präsidenten gönnen möchte. Und der Lebensstil! Gott, war der Mann schon am Zahnfleisch. Dieser Wahlkampf.

Jetzt ist wieder Bohème eingekehrt. Carla hatte nicht so wahnsinnig große Lust, von Sarkozy Weltpolitik und pingeliges Benimm auf dem Parkett der Mächtigen zu lernen. Er aber taucht lustvoll ein in ihre Welt. Die Künstler. Der Rock 'n' Roll. Die Freundschaft mit dem unberechenbaren Dichter-Darling Frédéric Beigbeder. Einfach die Gitarre krallen, Kerzen auf dem Boden, wunderbar verrückte Gäste. So, wie es eben zugeht in Carla Brunis verschwunschen schönem Haus mitten im knöchern noblen 16. Arrondissement von Paris.

Mami-Blues ist vorbei
Weil auch Frankreich keine größeren Sorgen hat offenbar als ein bisschen Dirty-First-Lady-Talk: In Umfragen wird das Match zwischen Carla Bruni und ihrer Nachfolgerin Valérie Trierweiler wie ein Schlamm-Catchen inszeniert. Es sieht nicht wahnsinnig gut aus für die Trierweiler. Dazu Sätze von Carla, Küsschen wie Rasiermesser: Vielleicht wär Valéries Leben im Élysée leichter, wenn sie heiraten würde (ja, will er denn, der Hollande?).

Und Valéries degoutante Twitter-Bösartigkeit gegen die Mutter von Hollandes Kinder, Ségolène Royal: Tja, sie ist eben Journalistin! (Die kann ihr Maul nicht halten.) Und wie die Trierweiler sich hölzern bemüht, ein bisschen Glam zu spielen: Dazu sagt Carla gar nix. Schaut einfach nur wieder irre gut aus. Hat für ihr neues Lieder-Album einen Vertrag, besser als Johnny Hallyday, der französische King. Und Katzenaugen hat sie auch wieder. Der Mami-Blues ist vorbei. Wer an ihre Kinder heran will mit der Kannibalen-Kamera: dem kratzt sie die Augen aus.

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