Mi, 18. Oktober 2017

Gegen Winterblues

06.11.2012 12:15

Wie du dein Zuhause jetzt gemütlich machst

Kurze Tage, lange Nächte – die kalte Jahreszeit ist da. Und damit stehen vielen Menschen einige unliebsame Monate bevor, in denen der Lichtmangel stark auf die Stimmung und das Wohlbefinden drückt. Wie du dein Zuhause aufrüsten kannst, damit die Winterdepression weniger Chancen hat, erfährst du hier.

Woher kommt die Winterdepression?
Die langen Abende und Nächte führen dazu, dass wir uns nicht wohlfühlen: Melancholie, Müdigkeit und Heißhunger auf kohlehydrathaltige Speisen sind Anzeichen, die wir mehr oder weniger bewusst wahrnehmen, wenn wir eine Winterdepression haben.

Die Winterdepression wird auch "SAD" genannt, Saisonal Abhängige Depression. Schuld ist, dass unser Körper im Dunkeln das Hormon Melatonin bildet, das uns müde macht und die Stimmung dämpft. Der Körper schaltet sozusagen in den Nachtmodus, weil das natürliche Tageslicht fehlt. Nachdem aber unser Tagesablauf jahraus, jahrein gleich bleibt, werden wir zu früh in diesen Nachtmodus umgeleitet. Daher kommt die Unausgeglichenheit, Müdigkeit und Gereiztheit, die wir derzeit oft spüren – nicht selten begleitet von Gewichtszunahme durch die vermehrte Kohlenhydrataufnahme.

Auf dem natürlichen Weg beginnt sich die Winterdepression bis spätestens Mitte April von selbst zu verabschieden. Wer sich jedoch bis dahin nicht den Symptomen ausliefern möchte, sollte aktiv werden.

Gemütliches Zuhause
Du solltest nun speziell darauf achten, dein Zuhause bunt und gemütlich zu machen. Dabei helfen Dekorationen in Rot-, Gelb- und Orange-Tönen, die du auch schon vorweihnachtlich mit Goldelementen aufpeppen kannst. Auch solltest du nun wieder Kuscheldecken und Zierkissen herausholen.

Und natürlich spielt der Faktor Licht eine große Rolle. Mit Kerzen und Laternen verwandelst du jedes Wohnzimmer in einen gemütlichen Rückzugsort vom Alltag und von der Kälte vor der Tür. Auch Duftöle und Duftkerzen sind nun eine wunderbare Möglichkeit, sich mit allen Sinnen wohlzufühlen. Besonders angenehm: vorweihnachtliche Düfte, die zarte Noten von Orange und Zimt in dein Zuhause bringen. Das schaffst du auch, indem du Zimtnelken in frische Orangen steckst - schon hast du den frischen Orangenduft mit Nelkenaroma in deinem Zuhause.

Wärme
Hast du zu Hause keinen Kachelofen, kannst du durch künstliche Kaminfeuer, die es mittlerweile in vielen Supermärkten zu kaufen gibt, zumindest optisch den Effekt nachbilden. Generell solltest du darauf achten, dass deinem Körper angenehm warm bleibt: Kuschelige Wärmeflaschen und aromatische Tees sorgen dafür, dass jeder Winterabend ein gemütliches Erlebnis wird.

Lichttherapie
Nützt das alles nichts, kannst du zu härteren Bandagen greifen: Eine oft auch ärztlich verordnete Variante ist die sogenannte Lichttherapie. Dabei stellst du dir in ca. einem Meter Entfernung eine Lampe auf, die das Tageslicht simuliert. Diese sollte eine Stärke von 2.500 bis 10.000 Lux sowie einen verminderten Blauanteil haben. Bei 10.000 Lux reicht eine Sitzung von einer halben Stunde täglich, bei 2.500 Lux sollten es in Summe zwei Stunden sein, jedoch nicht mehr als eine Stunde durchgehend. Wichtig dabei ist, dass das Licht auf die Netzhaut auftrifft, da diese das Licht in Nervenimpulse verwandelt, welche die Gehirntätigkeit beeinflussen. Einmal pro Minute sollte man kurz in die Lichtquelle blinzeln.

Am effektivsten ist die Behandlung gleich morgens nach dem Aufwachen, da so die Melatonin-Produktion, also die des "Schlafhormons", beendet wird und sich positive Stimmung einstellt. Erste Effekte der Lichttherapie zeigen sich meist schon nach drei bis vier Tagen. Nebenwirkungen sind kaum bekannt. Tritt eine Euphorie bzw. Hyperaktivität auf, sollte die Dosis etwas reduziert werden. Bei weiterführenden Problemen solltest du einen Arzt aufsuchen, um eventuelle andere Ursachen deines Zustandes abklären zu lassen.

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