Do, 23. November 2017

Welle der Empörung

29.10.2012 09:17

Apple erhöht App-Preise über Nacht um zehn Prozent

Apple hat überraschend die Preise für die Software von iPhone und iPad angehoben. Die kostenpflichtigen Angebote im App Store wurden in der Nacht zum Freitag um durchschnittlich mehr als zehn Prozent teurer. Das kalifornische Unternehmen gab keine Gründe dazu an. Da vor allem die Preise im Euro-Raum betroffen sind, wird vermutet, dass Apple mit seinem Vorgehen auf die Entwicklung der Wechselkurse reagiert.

Die Preise für die Angebote im App Store werden grundsätzlich von den Entwicklern der Apps festgelegt. Apple behält dann 30 Prozent des Umsatzes, 70 Prozent gehen an den Entwickler. Allerdings hat Apple feste Preisstufen vorgegeben. Diese wurden nun angepasst. Der Einstiegspreis von 79 Cent wurde auf 89 Cent angehoben. Hat eine App bisher 1,59 Euro gekostet, werden jetzt 1,79 Euro fällig. Und Software zum Preis von 7,99 Euro kostet jetzt 8,99 Euro.

Deutsche Verlage kritisieren Apples Vorgehen
Vonseiten deutscher Verlagshäuser, die Anwendungen über den App Store verkaufen, hagelte es nach der Preiserhöhung harsche Kritik. Christian Röpke, Geschäftsführer der Online-Ausgabe der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit": "Bedauerlicherweise hat uns Apple im Vorfeld nicht informiert. Für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wäre das aber natürlich eine Grundvoraussetzung." Man befinde sich nun in intensiven Gesprächen mit dem Computergiganten aus Cupertino und werde in den nächsten Tagen entscheiden, wie man auf die Preiserhöhung reagieren soll.

Auch vom Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDVZ) kommt Widerstand gegen die unangekündigte Preiserhöhung. "Das ist kein fairer Umgang mit Geschäftspartnern", kritisiert ein BDVZ-Sprecher Apple. Das Vorgehen des App-Store-Betreibers zeige einmal mehr, "dass sich die Verlage nach anderen Geschäftspartnern umsehen müssen". Apples Macht sei zwar groß, aber mit Amazon und seinen Kindle-Geräten oder dem Suchmaschinen-Riesen Google und seinem Android-Betriebssystem gebe es durchaus Alternativen, "die sich in Kundenbeziehungen auch anders verhalten".

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