Do, 23. November 2017

Arm abgetrennt

27.10.2012 11:47

Ehepaar rettet 15-Jährigem nach Unfall das Leben

Dieses Ehepaar aus Salzburg hat sich die "Goldene Krone" verdient: Als Sonja und Siegfried Altenberger aus Mittersill in Bramberg zu einem schlimmen Unfall hinzukamen, leisteten sie sofort Erste Hilfe. Ein Jugendlicher hatte lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Das Ehepaar stand ihm bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers bei. Dank des raschen Handelns der beiden überlebte der 15-Jährige.

16. September 2012, ein Datum, das für eine Familie aus Bramberg mit einem schweren Schicksalsschlag verbunden ist: Der erst 15-jährige Julian ist mit seinem Moped auf dem Nachhauseweg, als er an einer Kreuzung im Ortsteil Mühlbach-Dorf mit einem Auto kollidiert. Julian bleibt schwerst verletzt auf der Straße liegen. Ein Arm ist abgetrennt.

Sonja und Siegfried Altenberger sind nur wenige Meter entfernt. "Wir hatten eine Radtour unternommen. Plötzlich hörten wir hinter uns einen Tuscher und dann sahen wir den Jungen da liegen", schildert Sonja Altenberger. Sie und ihr Mann eilten sofort zu Julian. Dessen Halsschlagader war ebenfalls gerissen. "Mein Mann hat gleich mit der Hand drauf gedrückt. Ich rief die Rettung und forderte einen Hubschrauber an. Alles andere wäre zu spät gekommen", erzählt Sonja Altenberger.

"Ich hab' geschaut, dass er nicht einschläft"
Während ihr Mann bange Minuten lang auf den Hals des Jugendlichen drückte, sprach Sonja Altenberger Julian gut zu. "Ich hab' geschaut, dass er nicht einschläft, und ihm die Wangen getätschelt." Den Altenbergers schien es eine Ewigkeit zu dauern, bis der Hubschrauber kam. Julian wurde ins UKH nach Salzburg geflogen. Der Arm konnte wieder angenäht werden.

Der Jugendliche lag eine Woche im künstlichen Tiefschlaf und zwei Wochen auf der Intensivstation. Mittlerweile ist er zu Hause. Ob der Arm je wieder normal zu gebrauchen ist, wird sich erst zeigen. Seine Mutter Michaela ist den Altenbergers unendlich dankbar. "Sie waren die Schutzengel für meinen Sohn. Ohne ihre Hilfe hätte er den Unfall nicht überlebt. Es wäre schön, wenn es mehr solche Menschen auf dieser Welt gäbe."

Die Altenbergers selber erkundigten sich immer wieder nach dem Befinden von Julian. "Jeden Tag sind wir mit den Gedanken bei dem Buben." Das Paar, das so viel Zivilcourage zeigte, hat sich die "Goldene Krone" mehr als nur verdient. "Für uns", so die Altenbergers, "war es ganz selbstverständlich zu helfen."

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