Di, 21. November 2017

Streit uferte aus

20.10.2012 16:08

NÖ: 26-Jähriger erschlug Freundin mit Axt

Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat einen Mordfall geklärt: Ein 26-Jähriger habe gestanden, seine Freundin (21) am Montag in deren Elternhaus in Sieghartskirchen im Bezirk Tulln im Zuge eines Streits erschlagen zu haben, teilte Chefinspektor Leopold Etz am Samstag mit. Dann schaffte der Verdächtige die Leiche im Kofferraum eines Pkws offenbar nach Wien. Tatwaffe war eine 55 Zentimeter lange Axt, Todesursache ein Schädel-Hirn-Trauma.

Der Verdächtige habe seiner Freundin, einer Studentin, am Montagvormittag mit der Hacke mehrere Schläge gegen den Kopf versetzt, die Tote dann in ein Leintuch gewickelt und in den Kofferraum ihres Pkws verfrachtet, so das LKA. Anschließend reinigte er das Zimmer seiner Freundin und fuhr mit dem Wagen nach Wien-Favoriten. Den Pkw habe der Studienabbrecher später verschwinden lassen wollen, um die Leiche zu beseitigen.

Streit um Wohnungseinrichtung als Auslöser
Der Bluttat vorangegangen war eine verbale Auseinandersetzung, bei der es laut Etz aufgrund der finanziellen Probleme des Verdächtigen u.a. um eine Wohnungseinrichtung ging. Der gebürtige Wiener mit Wohnsitz im Bezirk Wien-Umgebung dürfte vorgetäuscht haben, einen Job zu haben.

Ermittler konzentrierten sich schnell auf Freund
Angehörige vermissten die junge Frau allerdings recht bald und alarmierten die Polizei. Deren Ermittlungen konzentrierten sich schnell auf ihren Freund, nachdem dieser bei einer Befragung angegeben hatte, den Montag und Dienstag mit ihr in Wien verbracht zu haben.

Er habe sich schließlich in Widersprüche verwickelt und in der Nacht auf Samstag ein Geständnis abgelegt, so Etz. Dabei nannte der Verdächtige auch den Standort des Wagens, in dessen Kofferraum sich die Leiche befand. Der 26-Jährige wurde in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Todesursache war Schädel-Hirn-Trauma
Das Ergebnis der am Samstagnachmittag durchgeführten Obduktion deckte sich schließlich mit den Angaben des in Haft befindlichen Verdächtigen: Gerichtsmediziner Wolfgang Denk stellte stumpfe Gewalteinwirkung durch mehrere Schläge gegen den Kopf des Opfers fest. Todesursache war ein Schädel-Hirn-Trauma.

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