Sa, 25. November 2017

Knoten am Hals

15.10.2012 14:39

Kater entführt und gegen Willen der Halterin operiert

Orneida Epprecht ist sauer: Die Katzenhalterin entdeckte bei ihrem Stubentiger "Obi" im Mai einen Knoten am Hals und ließ ihren Liebling beim Tierarzt untersuchen. Der riet von einer OP ab, die Wucherung sei harmlos. Vor Kurzem verschwand Obi für etwa zwei Wochen - und tauchte mit einer OP-Narbe wieder auf. Ein Unbekannter hatte den Kater operieren lassen. Für Orneida Epprecht eine klare Grenzüberschreitung: "Ich habe mich maßlos geärgert."

Als die Katzenliebhaberin aus der Schweiz ihren Kater beim Tierarzt vorstellte, wurde der Knoten am Hals ausführlich untersucht. Es folgte die Entwarnung: Es handle sich um keine bedrohliche Erkrankung, so die Diagnose des Veterinärs. Eine Operation wäre aufgrund des stolzen Alters des 17-jährigen Katers ein unnötiges Risiko. Die Narkose würde Obi vielleicht nicht überleben, hieß es. Orneida Epprecht entschied sich daher gegen die Entfernung der Wucherung, ihr Stubentiger lebte einige Monate ohne Probleme damit.

Nachbarn waren besorgt um Obis Gesundheit
In der Nachbarschaft fiel Obis dicker Hals allerdings auf. Immer wieder wurde Orneida Epprecht darauf angesprochen. "Jemand kam sogar an meine Tür und bat mich, die Katze endlich zum Arzt zu bringen", erzählt sie. Epprecht erklärte die Situation und verwies auf den Rat des Tierarztes, nichts zu unternehmen.

Vermisster Kater taucht mit OP-Narbe wieder auf
Nur kurz danach war Obi plötzlich verschwunden. Für fast zwei Wochen kam er nicht mehr nach Hause, vergangene Woche tauchte er mit einer frischen Narbe am Hals wieder auf. Orneida Epprecht entdeckte entsetzt, dass der Knoten operativ entfernt worden war - ohne sie zu informieren und ihre Zustimmung einzuholen. Wer Obi zum Tierarzt gebracht hat, weiß sie nicht. "Ich habe mich maßlos geärgert über diese Grenzüberschreitung", so die Tierfreundin.

Kein Tierarzt will OP durchgeführt haben
Anrufe bei den Veterinären in der Umgebung brachten keine Hinweise, keiner von ihnen will Obi behandelt haben. Auch ein Gespräch mit der Person, die an ihrer Tür geklingelt hat, führte zu keinem Ergebnis. Sie streitet ab, mit der Operation etwas zu tun zu haben. Orneida Epprecht: "Ich fühle mich respektlos behandelt. So etwas macht man einfach nicht."

Symbolbild

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