Di, 17. Oktober 2017

Attersee & Traunsee

07.10.2012 11:28

Zwei Tote bei Tauchunfällen in Oberösterreich

Am Samstagnachmittag haben Tauchunfälle im Attersee und im Traunsee in Oberösterreich zwei Tote gefordert. Im Traunsee kam ein 42-Jähriger bei einem Tieftauchversuch ums Leben. Eine Bergung war aufgrund der großen Tiefe, in welcher sein Leichnam vermutet wird, bislang nicht möglich, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Im Attersee (Bild) starb fast zeitgleich ein 44-jähriger Oberösterreicher - dessen Bruder, der mit ihm abgestiegen war, konnte ihn nicht alleine an die Oberfläche ziehen.

Nach dem Tieftauch-Experiment im Traunsee im Bezirk Gmunden, das für einen 42-Jährigen aus Bad Ischl tragisch endete, hat die Behörde mittlerweile ein striktes Tauchverbot verhängt. Die Sperrzone der Bezirkshauptmannschaft Gmunden erstreckt sich in einen Umkreis von 100 Metern um die Unfallstelle. Nach dem Toten wird am Sonntag mit Spezialkameras gesucht, da Sonar in diese Bereiche nicht mehr vordringt. Bis die Suche nach dem Verunglückten abgeschlossen ist, wird die Verbotszone aufrechterhalten, hieß es von der Polizei.

192 Meter Tiefe wurden zum Verhängnis
Der Bad Ischler galt als erfahrener Tieftaucher. Bei dem Experiment hätte es sich um einen österreichischen Rekordversuch handeln sollen. Das Ziel war, die tiefste Stelle des Traunsees mit 192 Metern zu erreichen. Das Prozedere war bis ins kleinste Detail geplant. Mehrere Flaschen mit eigener Gasmischung, Sicherheitstaucher und ein Protokoll sollten den Versuch absichern.

Während des Abstiegs wurden die Flaschen gemäß den speziellen Tiefenanpassungen der Gasgemische gewechselt. Ein eigenes Prüf-Protokoll sollte klarstellen, wann welche Flasche zu nehmen ist. Die Sicherheitstaucher konnten dem Oberösterreicher allerdings nur in eine Tiefe von etwa 60 bis 70 Metern folgen - den Rest sollte der Mann allein bewältigen und am tiefsten Punkt eine Boje anbringen.

Hobbytaucher im Attersee tödlich verunglückt
Im Attersee im Bezirk Vöcklabruck war ein Brüderpaar aus Thalheim bei Wels zu einem Tauchgang aufgebrochen. In rund 40 Metern Tiefe traten bei einem der Männer Probleme mit der Luftversorgung auf. Sein älterer Bruder überließ ihm sein Mundstück, konnte den 44-Jährigen aber nicht fixieren - der Mann entglitt ihm und sackte ab.

Der Bruder stieg auf und alarmierte zufällig anwesende Froschmänner, die die Einsatzkräfte verständigten. Eine Suchkette mit 15 Feuerwehrtauchern und Kräfte der Wasserrettung konnten den 44-Jährigen jedoch nur noch tot aus einer Tiefe von 42 Metern bergen. Als der Taucher tot gefunden wurde, sei seine Pressluftflasche leer gewesen. Die Unfallursache stand vorerst nicht fest.

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